Neue Fahrbahnen in zwei Orten

Erste Straßensanierungen in der Gemeinde Wrestedt seit mehr als zehn Jahren

Auf der westlichen Seite der Lindenallee in Stadensen wurde die Fahrbahndecke erneuert. Außerdem haben die Bauarbeiter dort den Gehweg gepflastert und Teile des Schmutzwasserkanals repariert.
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Auf der westlichen Seite der Lindenallee in Stadensen wurde die Fahrbahndecke erneuert. Außerdem haben die Bauarbeiter dort den Gehweg gepflastert und Teile des Schmutzwasserkanals repariert.

Stadensen/Wrestedt – Auf der westlichen Seite der Lindenallee in Stadensen geht es rund. Zwei Bauarbeiter tragen schwere Kantsteine über die Straße. Ihre Kollegen sind auf dem noch nicht befestigten Gehweg am Werk.

Mit Schaufeln verteilen sie dort Estrich-Beton, bevor sie die Pflastersteine einsetzen. Daneben stehen ein Radlader, Rüttelmaschinen und Paletten mit Steinen. Bereits fertig ist hingegen die Fahrbahn auf dieser Seite der Lindenallee. Sie hat eine neue Asphaltdecke bekommen. In Teilen wurde auch der Schmutzwasserkanal repariert.

Bei den Arbeiten handelt es sich um die erste innerörtliche Straßensanierung in der Gemeinde Wrestedt seit langer Zeit. Zuletzt war vor mehr als zehn Jahren die Droher Straße in Wieren erneuert worden. Seitdem habe die Politik mit solchen Baumaßnahmen gezögert, damit die Anlieger nicht zur Kasse gebeten werden müssen, erklärt Bauamtsleiter Alexander Kahlert im AZ-Gespräch.

„Bei den jetzigen Arbeiten handelt es sich um eine reine Straßenreparatur. Somit fallen keine Anliegerbeiträge an, die Gemeinde übernimmt sämtliche Kosten“, betont er. Nur bei einer Erneuerungsmaßnahme hätten diese Beiträge erhoben werden müssen. Doch das war laut Kahlert nicht erforderlich, weil der Untergrund der Straße noch intakt ist. Somit musste nur die Fahrbahndecke abgefräst und durch eine neue Schicht ersetzt werden.

Die Lindenallee weist eine Besonderheit auf: Ihre Fahrbahn ist zweigeteilt, in der Mitte befindet sich ein mehrere Meter breiter Grünstreifen mit Bäumen. Auf der östlichen Seite wurde die Fahrbahn in den 90er-Jahren mit Pflastersteinen neu gestaltet. Das geschah im Rahmen der Dorferneuerung der damaligen Gemeinde Stadensen. In diesem Bereich ist die Straße noch gut in Schuss.

Die westliche Seite ist hingegen im Laufe der Zeit marode geworden und musste daher saniert werden. „Die Arbeiten stehen kurz vor der Fertigstellung“, sagt Kahlert. Im Haushalt seien dafür 90 000 Euro angesetzt. „Das Ganze wird aber erheblich günstiger als kalkuliert.“

Auf einer Seite der Graf-Grote-Straße in Wrestedt wurden bereits die Frischwasserleitungen erneuert.

Auch auf der Graf-Grote-Straße in Wrestedt plant die Gemeinde Bauarbeiten. Dort soll vom 9. November an die Fahrbahn saniert werden. Dazu wird die Schottertragschicht abgefräst, durchgemischt und anschließend wieder in den Unterbau eingesetzt. „Oben drauf kommt eine neue Asphaltdeckschicht, die bis zu fünf Zentimeter dick ist“, kündigt Sven Peukert, Mitarbeiter der Bauverwaltung, an. Angesetzt waren Kosten von 200 000 Euro, am Ende werden es aber wohl nur rund 130 000 Euro sein, schätzt Kahlert.

Auf einer Seite der Graf-Grote-Straße wurde der Asphalt bereits entfernt. Mit den vorgesehenen Fahrbahnarbeiten hängt das aber nur unmittelbar zusammen. Dort hat der Wasserversorgungs-Zweckverband des Landkreises Uelzen die Frischwasserversorgungsleitungen und die Hausanschlüsse erneuert. An diese Maßnahme schließen sich jetzt die Arbeiten im Auftrag der Gemeinde an. VON BERND SCHOSSADOWSKI

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