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Erschließung des Baugebiets „An den Kleingärten“ hat begonnen

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Von: Bernd Schossadowski

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Derzeit wird das neue Baugebiet „An den Kleingärten“ am südöstlichen Ortsrand von Wieren erschlossen
Derzeit wird das neue Baugebiet „An den Kleingärten“ am südöstlichen Ortsrand von Wieren erschlossen. Es grenzt an das bestehende Gebiet „Rübenfeld“ an. © Schossadowski, Bernd

22 zusätzliche Grundstücke sollen am südöstlichen Ortsrand von Wieren entstehen. Die Erschließung des Baugebiets „An den Kleingärten“ hat begonnen. Sie stößt in der Lokalpolitik auf ein positives Echo.

Wieren – Kleingärten gibt es in Wieren schon lange nicht mehr. Bereits im September 1998 wurde von der damaligen Gemeinde Wieren das Baugebiet „Rübenfeld“ ausgewiesen. Zu jener Zeit gab es dort noch eine Kleingartenkolonie. Was lag da näher, als die Straße im zweiten Abschnitt des neuen Baugebietes mit „An den Kleingärten“ zu benennen. Jetzt hat die Erschließung der Fläche am südöstlichen Ortsrand von Wieren begonnen. Insgesamt 22 Grundstücke werden dort geschaffen.

In den Jahren zuvor waren die Vermarktung und Bebauung im Ort jedoch nur schleppend angelaufen. Erst 2019 wurde auf den Stammtischen des Vereins „Wieren 2030“ deutlich, dass weitere Bauplätze nötig sind. Der Gemeinderat Wrestedt beschäftigte sich ab 2020 mit dem zweiten Bauabschnitt, erwog zunächst Notlösungen wie die Bebauung des Spielplatzes. In den Haushalt 2021 wurde dann die Erschließungsmaßnahme eingestellt.

Mit einem Bagger werden derzeit die Gräben für die Strom-, Gas- und Glasfaseranschlüsse sowie die Schmutz- und Regenwasserkanalisation ausgehoben. Anschließend folgt die Baustraße, dann können die ersten Wohnhäuser gebaut werden.

Es zahle sich aus, dass die grobe Planung für den zweiten Bauabschnitt schon vor einigen Jahren erstellt worden sei, erklärt Gemeindedirektor Michael Müller im AZ-Gespräch. „Es gibt dort bereits einen rechtsgültigen Bebauungsplan. Die Straßenführung war schon grob vorgesehen, deshalb konnten wir gleich ein Ingenieurbüro mit der Erschließungsplanung beauftragen“, sagt er. Eine besondere Herausforderung sei wie bei allen Bauvorhaben die Regenwasserbeseitigung, speziell bei starken Niederschlägen.

Wrestedts Gemeindebürgermeister Max Lemm (CDU) bezeichnet die Erschließung „An den Kleingärten“ als Investition in die Zukunft. „Ich bin total glücklich, dass es da vorangeht. Das ist ein wichtiger Schritt für Wieren“, betont er. Bauen werde immer teurer, die Zinsen steigen – daher werde es schwieriger, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. „Umso besser ist es, dass wir ,An den Kleingärten‘ jetzt Tatsachen schaffen“, sagt Lemm. Die Kommune investiere viel Geld in Kitas und Schulen. „Da müssen wir jungen Familien auch ermöglichen, hier gut zu leben.“ Nun müsse auch die Erschließung der Baugebiete „Uelzer Feld II“ in Lehmke und „Langdoren Ost“ in Wrestedt forciert werden, fordert Lemm.

Auch Andreas Dobslaw, Sprecher der SPD/UWG-Gruppe im Wrestedter Rat, freut sich auf den zweiten Bauabschnitt in Wieren. „Ich halte das für richtig. Wenn der Bedarf nach Baugrundstücken da ist, sollten wir diesen Schritt auch gehen“, meint Dobslaw. Er fragt sich aber, wie schnell die Bebauung angesichts der aktuellen Hochzinsphase und der weltweit unterbrochenen Lieferketten realisiert werden könne.

Für die Bauplätze „An den Kleingärten“ gibt es bereits zahlreiche Vormerkungen. Die Vermarktung der Grundstücke erfolgt nicht durch die Gemeinde Wrestedt, sondern direkt durch den Flächeneigentümer Eckhard Hinrichs, Dorfstraße 13, in Wieren, erreichbar unter (0 58 25) 2 59 oder ehinrichs@t-online. Informationen zum Inhalt des Bebauungsplans gibt es unter www.sg-aue.de und im Rathaus in Wrestedt bei Alexander Kahlert, (0 58 02) 9 55 29 oder a.kahlert@sg-aue.de, sowie bei Heinz Foth unter (0 58 02) 9 55 28 oder h.foth@sg-aue.de.

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