Hinweise auf einen Suizid liegen laut Bundespolizei nicht vor

Unfall auf der Erixx-Strecke im Veerßer Wald: Zug erfasst 18-Jährigen

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Bahnunfall mit einem Erixx-Zug: Ein 18-Jähriger wird beim Zusammenstoß im Veerßer Wald zur Seite geschleudert.

Wieren – Ein 18-Jähriger wird am Sonnabend auf der Bahnstrecke zwischen Wieren und Uelzen von einem Erixx-Zug erfasst. Das berichtet die Bundespolizei. Dabei wird der junge Mann aus Uelzen zur Seite geschleudert. Mit Beinverletzungen wird er in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nach ersten Ermittlungen ist der Erixx 82766 mit 60 Fahrgästen an Bord auf der Fahrt von Braunschweig nach Uelzen, als der Triebwagenführer den Mann in letzter Sekunde auf dem Streckenverlauf im Veerßer Wald bemerkt.

Bei etwa 100 Stundenkilometern leitet er eine Schnellbremsung ein. Er kann den Zusammenstoß um 18.49 Uhr allerdings nicht vermeiden.

Hinweise auf einen Suizid liegen laut Bundespolizei nicht vor. Vielmehr ist nicht auszuschließen, dass sich der Deutsche an der Bahnstrecke orientiert hat, um nach Uelzen zu laufen. Der Zug kommt von hinten. Offenbar bemerkt der junge Mann ihn zu spät. Erst etwa 200 Meter hinter der Unfallstelle kann der Triebfahrzeugzeugführer die Bahn stoppen, die aus zwei Dieseltriebwageneinheiten besteht.

Nachdem ein weiterer Lokführer zur Ablösung eingetroffen ist, setzt der Zug die Fahrt mit den 60 Fahrgästen fort. Im Einsatz sind ein Notarzt, die Feuerwehr Stederdorf und die Polizei Uelzen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Unfallort nur über einen unbefestigten Waldweg erreichbar ist. Die Bahnstrecke Richtung Stendal war von 18.50 bis 20.30 Uhr gesperrt. Elf Züge verspäten sich deshalb. Die Bundespolizeiinspektion Bremen führt die Ermittlungen.

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