Marode Verbindungsstraßen in der Samtgemeinde Aue sollen schrittweise erneuert oder saniert werden

Einsatz gegen Risse und Löcher

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Zusammen mit Vize-Verwaltungschef Alexander Kahlert (3. von links) und Bauverwaltungs-Mitarbeiter Sven Peukert (3. von rechts) begutachtete der Bauausschuss kaputte Gemeindeverbindungsstraßen, hier die Strecke zwischen Gavendorf und Klein Pretzier. 

Wrestedt/Bad Bodenteich. Die Straße mutet wie die Teststrecke eines Autokonzerns an. Ihre Fahrbahn ist von Wellen, Löchern und Rissen übersät.

„Diese Straße bereitet uns am meisten Probleme aufgrund des nicht vorhandenen Untergrunds“, sagte Vize-Verwaltungschef Alexander Kahlert, als der Bauausschuss der Samtgemeinde Aue jetzt den Abschnitt zwischen Gavendorf und Klein Pretzier in Augenschein nahm. Vier weitere kaputte Gemeindeverbindungsstraßen schaute sich der Ausschuss bei einer Bereisung an.

Das Problem zwischen Gavendorf und Klein Pretzier ist der moorige Untergrund der Straße. „Wir bekommen da keine Festigkeit hinein“, erklärte Kahlert. Eine neue Trag- und Deckschicht würde nichts helfen. Eigentlich müsste der gesamte Unterbau durch einen Bodenaustausch stabilisiert werden. „Das ist aber nicht zu bezahlen“, sagte Sven Peukert, Mitarbeiter der Bauverwaltung, im Ausschuss.

Auch die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Wieren und Kuckstorf ist marode. Dort gibt es zahllose Querrisse in der Fahrbahn. Gleiches gilt für die Straße, die zwischen Bad Bodenteich und Lüder am Elbe-Seitenkanal entlang verläuft. „Sie ist im Zuge des Kanalbaus 1974 entstanden. Damals ist nicht viel Unterbau gemacht worden“, berichtete Thomas Lampe (CDU).

Etwa genauso alt ist die Verbindungsstraße zwischen Stadensen und Wrestedt. Auch dort gibt es Absackungen und Risse. Ein neuer Fahrbahnaufbau müsste her. Der Unterbau sollte jedoch unangetastet bleiben, so Kahlert. Die Straße sei nämlich mit asbesthaltigem Material belastet, das nicht freigelegt werden dürfe.

Keine Erneuerung, sondern nur eine Oberflächenbehandlung ist auf der Verbindungsstraße zwischen Stederdorf und Bollensen erforderlich. Durch Splitten könnte die Lebensdauer der Fahrbahn um mindestens zehn Jahre verlängert werden, meinte Peukert. „Hier kann man für relativ kleines Geld relativ große Wirkung erzielen“, pflichtete ihm Kahlert bei. Das gelte auch für die Verbindungen Schostorf-Schafwedel und Bomke-L 265.

Auf eine weitere Problemstelle – zwischen Kattien und Thielitz – wies Joseph Zettelmaier (WGA) hin. „Seit 2011 ist dort nichts mehr passiert. Die Straße ist in einem derart schlechten Zustand, dass es gefährlich ist, dort langzufahren“, sagte er. Nur ein damals erneuertes kleines Teilstück sei in Ordnung. Diese Straße werde in der nächsten Woche gesplittet, um die Löcher zu schließen, versprach Peukert.

Einstimmig beauftragte der Ausschuss letztlich die Verwaltung, eine Prioritätenliste mit drei bis vier Gemeindeverbindungsstraßen zu erstellen, die im ersten Schritt erneuert oder saniert werden könnten. Als Basis soll die von Peukert erarbeitete Zustandsbewertung der Straßen dienen. Zudem soll die Samtgemeinde prüfen, für welche Straßenbaumaßnahmen sie EU-Fördermittel bekommen könnte.

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