„Es ist eine Zumutung“

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Frostschäden: Noch vor einer Woche waren die Löcher am Bahnübergang in Wieren sehr tief.

Wieren - Von Jörn Nolting. Nicht nur die Wierener kennen es, sondern auch alle Berufspendler, die regelmäßig durch den Ort fahren müssen: Im Bahnübergang am Ortseingang von Richtung Uelzen klafften noch bis vor kurzem tiefe Löcher. Nun hat die Bahn vor einer Woche die Löcher notdürftig geflickt. Für nicht ausreichend hält der Wierener Klaus Cichy diese Maßnahme auf der Landesstraße 270.

Radkappen und Spoiler hat Klaus Cichy bereits im Seitengraben gefunden. Der Wierener wohnt direkt in der Nähe des Bahnübergangs. „Es ist einfach unmöglich, was sich die Bahn da erlaubt“, sagt der Wierener mit Blick auf den Bahnübergang. „Es macht nachts reichlich Lärm, wenn die Lastwagen über den Übergang fahren, vor allem wenn sie leer sind, werden wir ständig wach. Es ist eine Zumutung“, beklagt sich der Wierner. Auch die leeren Anhänger der Rübentrecker machen Klaus Cichy verrückt: „Es ist, als wenn es gewittert.“ Vor allem fahren die Fahrzeuge jetzt schon soweit rechts über den Bürgersteig, dass die Fußgänger schon mal in Bedrängnis geraten. Die Reparaturarbeiten von vor einer Woche hält Klaus Cichy für nicht ausreichend: „Der Aufwand war größer als der Erfolg.“ Der Pressesprecher der Deutschen Bahn für Niedersachsen, Egbert Meyer-Lovis, spricht auch nur von einer „provisorischen Maßnahme“. Die großen Löcher, die durch den Frost entstanden sind, wurden mit Kalt-Asphalt geflickt. Doch das soll auf lange Sicht noch nicht alles sein. Intern wurde bereits Geld beantragt. „Das muss so schnell wie möglich gemacht werden“, verkündet der Pressesprecher.

Doch Klaus Cichy ist skeptisch: „Das verspricht die Bahn schon seit zehn Jahren.“ In Niendorf II hatte die Bahn vor kurzem ebenfalls den Übergang saniert. „So wollen wir es auch haben“, sagt der Wierener. Zudem ist der Verkehr in Wieren nicht vergleichbar mit dem Verkehr in Niendorf II ist.

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