Landkreis Uelzen hat Planungsauftrag erteilt

Ein Kreisel fürs Esterholzer Kreuz

Das Bild zeigt das Esterholzer Kreuz auf der Landesstraße 270.
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Das Esterholzer Kreuz auf der Landesstraße 270 ist ein Unfallschwerpunkt. Daher hat der Landkreis jetzt den Planungsauftrag für den Bau eines Kreisels vergeben.
  • Bernd Schossadowski
    vonBernd Schossadowski
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Der seit vielen Jahren gewünschte Bau eines Kreisels am Esterholzer Kreuz rückt in greifbare Nähe. Der Landkreis Uelzen hat dafür jetzt den Planungsauftrag erteilt. Mit einem Kreisverkehr soll dieser Unfallschwerpunkt auf der Landesstraße 270 südlich von Uelzen entschärft werden.

Esterholz – Schon seit vielen Jahren ist das Esterholzer Kreuz auf der L 270 südlich von Uelzen ein Unfallschwerpunkt. Immer wieder stoßen dort Fahrzeuge beim Einbiegen und Kreuzen zusammen. Doch wie der UWG-Abgeordnete Andreas Dobslaw jetzt mitteilt, waren die Bemühungen des Kreistages, dass am Esterholzer Kreuz ein Kreisel gebaut wird, erfolgreich: Die Uelzener Kreisverwaltung habe auf seine Nachfrage hin erklärt, dass aktuell ein Planungsauftrag für den Bau eines Kreisverkehrs erteilt worden sei. Der Landkreis rechne mit einer Fertigstellung der Planung und Herstellung der Baureife im vierten Quartal 2021, so Dobslaw.

„Der Landkreis ist in Vorleistung gegangen. Dem Land werden dann die Planungsunterlagen übergeben. Die Umsetzung der Maßnahme obliegt der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Ich bin mir sicher, dass die Kreispolitik auf den Fortschritt auch weiterhin ein Auge haben wird“, sagt Dobslaw im AZ-Gespräch. Er hofft, dass der Bau des Kreisel im Jahr 2022 beginnt.

Dobslaw verweist darauf, dass die Versuche, die Unfallgefahr am Esterholzer Kreuz zu verringern, in der Vergangenheit keinen Erfolg gehabt hätten. „Der Aufbau der Geschwindigkeitsmessanlagen 2010 brachte eine erste Entspannung, führte aber letztlich nicht zu einer Entschärfung der Situation, was auch von der zuständigen Unfallkommission bestätigt wurde“, erklärt Dobslaw.

Auf seine Initiative im Uelzener Kreistag hin habe der Landkreis 2019 nach einem entsprechenden politischen Beschlusses die Planung für den Bau eines Kreisels übernommen. Das Land als zuständiger Straßenbaulastträger habe damals signalisiert, dass ihm Planungskapazitäten fehlten. Die Vergabe des Planungsauftrages „stellt einen wichtigen und wesentlichen Schritt zur Entschärfung des Esterholzer Kreuzes dar“, betont Dobslaw. „Nach Jahrzehnten mit viel Leid zeichnet sich nun endlich ein Ende des Wartens ab.“

An dem Projekt sei auch die Landesstraßenbaubehörde beteiligt, sagt Dirk Möller, Leiter des Lüneburger Geschäftsbereichs. „Sobald die Baugenehmigung vorliegt, werden wir das Vorhaben in unser Bauprogramm einbringen“, kündigt er an. Wann die Arbeiten beginnen werden, kann Möller noch nicht sagen. „Das hängt davon ab, wann dafür Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.“

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