Bauausschuss der Samtgemeinde Aue will Fläche bereitstellen / Gemeinde müsste Projekt finanzieren

E-Ladestation neben dem Rathaus in Wrestedt?

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Neben der Ostfalia-Hochschule in Suderburg gibt es bereits eine Ladesäule für E-Fahrzeuge. Nun wird darüber diskutiert, eine solche auch in Wrestedt einzurichten.

Wrestedt – Der Bauausschuss der Samtgemeinde Aue hat jetzt einstimmig empfohlen, eine Fläche auf dem Parkplatz neben dem Wrestedter Rathaus für die Schaffung einer Ladestation für Elektrofahrzeuge kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Eigentümerin der Station wäre die Gemeinde Wrestedt, die diese auch bezahlen müsste. Als Betreiberin ist die Celle-Uelzen Netz im Gespräch. Mit dieser Beschlussempfehlung folgte der Ausschuss einem Antrag der SPD/Grünen-Mehrheitsgruppe im Wrestedter Rat.

Die Ladestation könnte neben den Behindertenparkplätzen am Rathaus entstehen, schlug Sven Peukert, Mitarbeiter bei der Samtgemeinde Aue, vor. Angedacht ist, dass die Station nur zu den Geschäftszeiten der Celle-Uelzen Netz – montags bis freitags von 7 bis zum Nachmittag – betrieben wird, um bei Störungen einen Notdienst gewährleisten zu können, erklärte Peukert. An Wochenenden wäre die Station nicht in Betrieb.

Die Kosten für die Anschaffung bezifferte Peukert auf etwa 24 000 Euro. Hinzu kämen jährliche Betriebskosten in Höhe von rund 1500 Euro, die die Gemeinde an die Celle-Uelzen Netz zahlen müsste. Theoretisch könnten für das Vorhaben Zuschüsse aus einem Bundesprogramm beantragt werden, sagte Peukert. Die maximale Förderquote betrage 60 Prozent, den restlichen Betrag müsste die Gemeinde finanzieren. Es gebe aber einen Haken: Der Bund bezuschusse grundsätzlich nur Ladestationen, die rund um Uhr betrieben werden. Außerdem müsste der Strom vollständig aus regenerativen Energien stammen.

Vize-Verwaltungschef Alexander Kahlert wies darauf hin, dass viele Fahrer von E-Autos bereits einen eigenen Stromanschluss in ihrer Garage hätten. Ob es im ländlichen Raum derzeit dringenden Bedarf für eine E-Ladestation gebe, sei „kritisch zu hinterfragen“. Akuter sei die Nachfrage wohl in Städten, meinte Kahlert.

bs

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