Deutlich mehr Züge

Dorfrechnung in Soltendieck: Bürgermeister informiert Bewohner

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Der Bahnübergang Soltendieck – noch eingleisig. Der zweigleisige Ausbau wird eine deutlich erhöhte Zugfrequenz mit sich bringen, informierte Bürgermeister Joseph Zettelmaier bei der Dorfrechnung.

Soltendieck – Mit positiven Zahlen und fast schon einem Trend ging Bürgermeister Joseph Zettelmaier in den Rechnungstag der Gemeinde Soltendieck. Die Bevölkerungszahl habe sich weiterhin erhöht, sodass derzeit 1025 Einwohner innerhalb der Gemeinde leben.

Joseph Zettelmaier, Bürgermeister der Gemeinde Soltendieck.

Und sie alle dürften sich freuen, dass es ab 2019 einen festen und vor allen Dingen unbefristeten Betriebskostenzuschuss von 10.000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus von der Samtgemeinde Aue gebe. Vorbehaltlich natürlich eines genehmigten Haushaltes, wie Zettelmaier hinzufügte.

Mit der Anpachtung eines Geländes am Schlauchturm des ehemaligen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Kattien ermöglicht die Gemeinde der Jugendfeuerwehr die Errichtung eines Carports, das von der Feuerwehr in Eigenleistung errichtet wird.

Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Uelzen-Salzwedel wird kommen, so der Bürgermeister. Eine Realisierung werde aber wohl frühestens 2028 möglich sein, dann natürlich mit einer deutlich erhöhten Zugfrequenz. Verlässliche Zahlen hierüber gebe es jedoch noch nicht, sodass man auch nicht in einen Aktionismus verfallen müsse, befand Zettelmaier.

Und noch einmal die Bahn: für das Durchschießen von Leitungen für das schnelle Glasfasernetz unterhalb der Gleisverlegungen benötigt die Bahn bis zu neun Monate für eine Genehmigung. Mit einer Freigabe im Cluster sechs, zu dem die Gemeinde Soltendieck gehört, rechnet Zettelmaier daher erst zum Ende des Jahres.

„Die Finanzsituation der Gemeinde ist in ein schlechtes Fahrwasser geraten“, berichtete Gemeindedirektor Michael Müller bei der Präsentation der Haushaltszahlen. Ursachenforschung müsse er nicht lange betreiben. Entgegen der guten Prognosen sei das Gewerbesteuer-Aufkommen der Gemeinde um rund 137.000 Euro unter dem Ansatz geblieben, sodass es im Haushalt 2018 zu einem Fehlbetrag von rund 93.000 Euro kommen werde. Geplante Straßenunterhaltungsmaßnahmen in der Gemeinde müssen daher verschoben werden.

Die Steuerhebesätze in der Gemeinde sind mit jeweils 500 Prozent bei den Grundsteuern A und B sowie mit 400 Prozent bei der Gewerbesteuer relativ hoch. „Diese Hebesätze sind eigentlich ausgereizt.“ Bürgermeister und Gemeindedirektor waren sich einig, an der Steuerschraube zunächst nicht weiter drehen zu wollen.

Einig war sich auch der Gemeinderat, der sich im Rahmen seiner Sitzung einstimmig für Friedrich-Wilhelm Sander als neue Ortsvertrauensperson für Soltendieck aussprach. Die förmliche Verpflichtung nahmen Müller und Zettelmaier vor.

Von Ulrich Bleuel

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