Leiter der Jugendzentren blicken in die Zukunft / Jugendliche lernen soziales Verhalten

Diskussion um Stadensen

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Basteln, spielen und gammeln: Die Jugendzentren in Wrestedt und Stadensen bieten eine Menge Aktionen und Rückzugsraum für Kinder und Jugendliche.

Wrestedt/Stadensen. Das Jugendzentrum (Juz) in Stadensen steht auf der so genannten Giftliste der Fusion der beiden Samtgemeinden Wrestedt und Bodenteich zur Samtgemeinde Aue. „Stadensen steht seit fünf Jahren in der Diskussion“, weiß Susanne Schulze.

Sie ist Leiterin des Juz in Wrestedt. Beide Einrichtungen kooperieren und werden von der Samtgemeinde betrieben. Im Gegensatz zum Juz in Bad Bodenteich – dort ist das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands im Auftrag der Samtgemeinde Aue Betreiber.

Stadensens Juz-Leiterin Barbara Betz ist noch im Ungewissen: „Ich weiß nicht, wie lange es hier noch weitergeht.“ Bevor die Haushaltsberatungen der Samtgemeinde durch sind, lasse sich noch keine konkrete Aussage treffen.

23 Stunden in der Woche ist Betz in Stadensen und Wrestedt tätig, Sabine Schulze ist 24 Stunden in Wrestedt vor Ort. „Wir haben montags und freitags bis 20 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags bis 18 Uhr und mittwochs bis 21 Uhr“, sagt Schulze. In Stadensen ist montags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Dienstags und donnerstags ist Barbara Betz in Wrestedt.

Zwischen den beiden Zentren liegen gerade einmal zwei Kilometer. In Wrestedt sind hin und wieder bereits Kinder und Jugendliche aus Stadensen, aber auch aus Wieren und Bad Bodenteich. „Es stellt sich für uns auch die Frage, wie viel Jugendzentrum wir im Zuge der Ganztagsschulen noch brauchen“, sagt Schulze. Auch die Zahl der Kinder gehe generell zurück. Doch: Wie sieht es mit den Abendstunden aus? Schulze: „Die Jugendlichen sollen ja nicht herumlungern.“ In diesem Punkt sieht sie die Aufgabe der Jugendzentren. Und: „Wir bieten viele Dinge, die nicht in der Schule gelehrt werden.“ Das Erlernen des Sozialverhaltens laufe vorwiegend in der Freizeit ab, meint Schulze.

Die Zentren bilden eine erste Ablösung vom Zuhause. „Hier werden die Jugendlichen aufgefangen“, sagt Sabine Schulze. Es sei eben nicht wie in einem Verein. Im Juz könne jeder kommen und gehen, wann er will. Darüber hinaus werden neben den regulären Öffnungszeiten weitere Angebote bereitgehalten. Aikido beispielsweise, Fahrten in den Heidepark oder eine Fahrt zur Kartbahn. Außerdem findet ein reger Austausch mit dem Martinshof in Bollensen statt und die Kinder und Jugendlichen besuchen die Bewohner des örtlichen Pflegeheims. Sabine Schulze hat bereits eine Liste aller Aktivitäten erstellt – in erster Linie für die Ratsmitglieder. „Als Nachweis, um zu zeigen, was hier alles läuft.“

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