Corona-Pandemie erschwert Planungen

Freibad-Vereine in Wieren und Stadensen blicken in ungewisse Zukunft

Das Schwimmbecken des Sommerbades in Stadensen.
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Noch ist es recht ruhig auf dem Gelände der Sommerbades Stadensen. Doch demnächst beginnt die Saisonvorbereitung des Trägervereins ISO.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Die Corona-Krise macht den beiden privaten Trägervereinen der Sommerbäder Wieren und Stadensen zu schaffen. Die Ungewissheit, wie sich die Pandemie weiter entwickelt, erschwert die Planung von Veranstaltungen und der kommenden Badesaison.

Wieren/Stadensen – 18 Grad im Schatten, dazu strahlender Sonnenschein: Die frühlingshaften Temperaturen in der Region haben gestern einen Vorgeschmack auf die warme Jahreszeit gegeben. Schon jetzt freuen sich viele Menschen auf die neue Badesaison. Doch wann und unter welchen Bedingungen diese starten kann, ist angesichts der Corona-Pandemie noch ungewiss. Und so blicken die beiden privaten Trägervereine der Sommerbäder Wieren und Stadensen den kommenden Monaten mit einer Mischung aus Hoffen und Bangen entgegen.

Völlig offen ist auch, wie es mit den im vergangenen Jahr so schmerzlich vermissten Schwimmkursen aussieht. Badleiter Moritz Rau macht sich deshalb Sorgen. „Viele Kinder konnten im letzten Jahr nicht schwimmen lernen“, berichtet er.

Selbst der Wirtschaftsplan der ASW ist noch nicht vollständig. „Keine Ahnung, wie viele Eintrittskarten wir verkaufen werden und welche Verwaltungs- und Energiekosten wir ansetzen müssen“, sagt Kassenwartin Birgit Weissert. Und ob wieder der erhöhte Jahreszuschuss der Samtgemeinde Aue in Höhe von 62 000 Euro und die Spendeneinnahmen – 2020 waren es rund 15 000 Euro – eingeplant werden können, bleibt offen.

Fest steht hingegen, dass auch in diesem Jahr der ehrenamtliche Arbeitseinsatz beim Herrichten der Außenanlagen des Bades, bei der Wasseraufsicht sowie beim Reinigungs- und Kassendienst wieder gefragt ist. Gute Fortschritte macht derweil der Bau einer privat gesponserten neuen Rutsche.

Badesaison in Stadensen soll am 8. Mai starten

Auf eine Zeit voller Ungewissheit blickt auch die Interessengemeinschaft Sommerbad Stadensen (ISO). Eigentlich hätte sie im Februar ihre jährliche Mitgliederversammlung abhalten und Bilanz ziehen sollen. Doch wegen Corona war das nicht möglich. Der ISO-Vorstand hofft, dass die Versammlung im Sommer nachgeholt werden kann. „Dennoch schauen wir nach vorn und planen die Saison 2021“, berichtet Vorsitzender Reinhard Wagner. „Wir haben vor, die Badesaison am 8. Mai mit einem Freiluftgottesdienst zu eröffnen. Auf Vorgaben und Einschränkungen wie im letzten Jahr sind wir eingestellt.“

Noch ist es recht ruhig auf dem Badgelände, doch in diesen Tagen beginnt die Saisonvorbereitung, jedoch ohne die üblichen Arbeitseinsätze der Vereinsmitglieder. Bis zu dem für den 26. April geplanten Pflanzenmarkt sollen Becken, Gebäude und Außengelände weitgehend hergerichtet sein. Das Nachtschwimmen mit Cocktailabend soll am 7. August stattfinden. Der Sportabzeichentag soll am 17. Juli im und am Stadenser Bad ausgerichtet werden.

Alle Planungen und Termine der ISO stehen natürlich unter dem Vorbehalt der jeweils geltenden Pandemie-Vorgaben. „Bleibt alle gesund und haltet euch an die Regeln, damit wir pünktlich am 8. Mai in die Freibadsaison starten können“, appelliert Reinhard Wagner an die Vereinsmitglieder und an alle Freunde des Sommerbades.

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