Bürgerpfad auf Zielgeraden

Der Radweg zwischen Nettelkamp und Stadensen kann nur mit Hilfe von Spenden realisiert werden. Archivfoto: Mahler

Stadensen - Von Jörn Nolting. Die Gemeinderatssitzung in Stadensen beschäftigte sich nicht nur mit der Samtgemeindefusion, sondern auch mit dem geplanten Radweg zwischen Stadensen und Nettelkamp – dem sogenannten Bürgerpfad.

Einstimmig und über alle Parteien hinweg waren sich alle Ratsmitglieder einig, dass die Verwaltung die berechneten Baukosten von 60 000 Euro in den vermutlich letzten Haushalt der Gemeinde Stadensen stellt. „Die 60 000 Euro sind nur zur Absicherung, denn aufgrund der Haushaltslage ist es unabdingbar, dass ein großer Teil der Summe durch einen hohen Anteil an Spenden gesenkt werden muss“, erklärt der Sozialdemokrat Andreas Dobslaw, einer der Initiatoren. „Gerade im Zuge der Fusion stehen wir unter besonderer Beobachtung“, schildert Harald Benecke, Stadensens Gemeindedirektor und Wrestedts Samtgemeindebürgermeister die Situation.

Die Ausgaben werden von der Kommunalaufsicht geprüft, auch weil die Gemeinde finanziell nicht besonders gut dasteht. Und eben diese Kommunalaufsicht kann die Ausgaben nur genehmigen, wenn genügend Spenden kommen. „Die Gesamtsumme muss durch Spenden deutlich reduziert werden“, unterstreicht Andreas Dobslaw. Nur so kann zwischen den beiden Orten Stadensen und Nettelkamp ein Radweg entstehen, der besonders Kindern und Jugendlichen einen sicheren Weg ins Stadenser Freibad ermöglicht.

„Wir sind noch nicht am Ziel, aber deutlich weiter als erwartet“, freut sich der Sozialdemokrat. Nun müssen nur noch die zugesicherten Spenden fließen. Am Wochenende setzen sich die Initiatoren zusammen, um zu überlegen, wie es genau weitergeht. Bis Ende Januar muss die Spendenaktion abgeschlossen sein, damit der Kommunalaufsicht genügend Zeit bleibt, um den Haushalt der Gemeinde zu prüfen. Parteiübergreifend ist sich der Rat einig, dass das Ziel durchaus zu erreichen ist. Die genauen Spendendaten werden die Initatoren rechtzeitig bekannt geben. „Wenn nicht genügend Geld zusammenkommen sollte, dann kann das Projekt nicht realisiert werden und die Spenden werden selbstverständlich zurückgezahlt“, sagt Harald Benecke.

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