Bürger erwarten weitere Prüfung

Rechtens bedeute noch lange nicht Recht, finden die Emerner und wehren sich auch nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtes weiterhin gegen den Bau des Kleintierkrematoriums. Foto: Bleuel

Drohe. Wenn das Kleintierkrematorium auf der Tagesordnung steht, dann ist der Gemeinderat Wieren bei seinen Sitzungen eigentlich nie allein. So waren auch jetzt wieder rund 20 Bürger aus Emern im Gasthaus Burmester dabei, als es um einen Einwohnerantrag mit dem Ziel der Einlegung von Rechtsmitteln gegen die immissionsschutzrechtlichen Bescheide des Staatlichen Gewebeaufsichtsamtes Lüneburg ging.

Gegen die erteilte Genehmigung zum Bau des Kleintierkrematoriums hatte die Gemeinde Wieren Widerspruch eingelegt und auch beim Verwaltungsgericht Lüneburg beantragt, die sofortige Vollziehung der Genehmigung aufzuheben. Das Gericht beschied nunmehr, dass das Bauvorhaben rechtens sei (die AZ berichtete). Rechtens bedeute noch lange nicht Recht, betonten die Emerner und baten den Gemeinderat durch ihren Sprecher Werner Fricke, gegen das Urteil die möglichen Rechtsmittel einzulegen, damit sämtliche Einwendungen der Bürger eingehend geprüft werden und auch um das noch beim Gewerbeaufsichtsamt anhängige Widerspruchsverfahren im Falle eines abschlägigen Bescheides bis hin zum Klageverfahren fortzusetzen.

Kritik übten sie weiterhin am informellen Vorgehen der Verwaltung. Ein von vornherein offenes Miteinander hätte vielleicht das ganze Prozedere verhindern können.

Mit Klagen rechnen wohl auch die Planer der A 39 und lassen ihre Gedanken immer mehr in eine optimierende Trassenführung fließen. Wrestedts Bauamtsleiter Alexander Kahlert informierte den Gemeinderat über die jüngste Arbeitskreissitzung, in der die Autobahngestalter aus Lüneburg den derzeitigen Vorplanungsstand vorstellten. Im Bereich der Gemeinde Wieren wird die nunmehr geplante Variante etwas näher an Könau heranrücken. Im Bereich Kroetze/Kroetzmühle ist eine Talbrücke in Höhe von sieben Metern vorgesehen. In einer Dammhöhe von etwa sechs Metern setzt sich das Marschband zwischen Ostedt und Könau fort, um dann in einer Höhe von zwölf Metern die Bahnstrecke zwischen Soltendieck und Könau zu überqueren.

Kahlert wies darauf hin, dass es sich um Vorplanungen handele, die noch bis zum eigentlichen Planfeststellungsverfahren geändert werden könnten. Mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens rechne er in rund zwei Jahren.

Von Ulrich Bleuel

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