Heimtierkrematorium in Emern: Verwaltungsgericht hat entschieden

Bauvorhaben ist rechtens

+
Die Baugenehmigung des Gewerbeaufsichtamtes ist rechtskräftig, in Emern kann weitergebaut werden.

Emern. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat beide Anliegen der Gemeinde Wieren in Bezug auf die Verhinderung des Baus des Kleintierkrematoriums in Emern abgelehnt.

Damit steht dem Bau des Heimtierbestattungszentrums formell nichts mehr im Wege. Nur seitens der Bürgerinitiative für ein lebendiges Emern ist die Sache noch nicht durch. „Wir haben Einspruch gegen den Baubescheid des Gewerbeaufsichtsamtes eingelegt“, sagt Werner Fricke. Der Gerichtsbeschluss steht noch aus. Die Politik der Gemeinde Wieren wollte mehrheitlich mit Hilfe einer Veränderungssperre und der Erstellung eines Bauplanes für das Gebiet den Bau des Kleintierkrematoriums verhindern. „Die Baugenehmigung des Gewerbeaufsichtamtes ist rechtskräftig“, so die Bilanz von Gemeindedirektor Harald Benecke nach dem Gerichtsurteil für die Gemeinde. Seiner Meinung nach wurde alle zu beachtenden Punkte abgearbeitet. Im Gerichtsbeschluss heißt es, dass „sich das Vorhaben als nicht wesentlich störender Gewerbebetrieb in den Gebietscharakter seiner als faktisches Dorfgebiet zu qualifizierenden Umgebung einfügt und von ihm keine unzumutbaren Immissionen ausgehen“. Die „Kleinstanlage“ wird von der Veränderungssperre der Gemeinde Wieren nicht mehr berührt, weil sie vor Inkrafttreten der Sperre genehmigt worden ist, so das Gericht. Voraussetzung für die Veränderungssperre ist zudem ein wirksamer Planaufstellungsbeschluss. „Eine rückwirkende Inkraftsetzung der Veränderungssperre kommt jedenfalls nicht über den Zeitpunkt hinaus in betracht, zu dem der Aufstllungsbeschluss bekannt gemacht worden ist, lautet es im Urteil des Gerichts.

Von Jörn Nolting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare