Verwaltungschef in Wrestedt erwartet Lieferung der Bauteile ab 19. November

Kindergarten-Neubau: Bald kommen die ersten Module

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Auf der Baustelle an der Bahnhofstraße in Wrestedt werden derzeit die Fundamente für den Kindergarten-Neubau erstellt. Die ersten Module werden voraussichtlich am 19. November angeliefert. Der Einzug in das neue Gebäude ist für den 3. Januar geplant.

Wrestedt. Rund zwei Wochen nach dem offiziellen Baustart ist schon zu erahnen, wie der neue DRK-Kindergarten in Wrestedt einmal aussehen wird. Zurzeit sind die Arbeiter dabei, die Fundamente des L-förmigen Neubaus zu erstellen.

Über den Fortschritt auf der Baustelle an der Bahnhofstraße ist auch Aues Samtgemeindebürgermeister Michael Müller erfreut. „Wir sind voll im Zeitplan“, sagte er jetzt in der Sitzung des Jugend- und Sportausschusses. Er erwartet für den 19. November die Lieferung der ersten Module.

Die Fertigstellung des rund 4,5 Millionen Euro teuren Neubaus werde für den 18. Dezember angestrebt. Die Neueröffnung des Kindergartens sei für den 3. Januar geplant, sagte Müller. Wie berichtet, werden die Kindergartengruppen seit August in einem Gebäude auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Bad Bodenteich betreut, weil ihr angestammtes Domizil am Mittelweg in Wrestedt wegen Schimmelbelastung geschlossen ist.

„Es ist ein spannendes Jahr“, erklärte Wrestedts Kindergartenleiterin Melanie Schabert mit Blick auf den vorübergehenden Umzug der 80 Mädchen und Jungen nach Bad Bodenteich. „Die Mitarbeiter und Kinder haben das aber super gemeistert, mit Unterstützung der Samtgemeinde und der Eltern“, freute sie sich. Auch das tägliche Pendeln mit dem Shuttlebus – es gibt zwei Touren morgens nach Bad Bodenteich und zwei Touren nachmittags zurück nach Wrestedt – klappe sehr gut. Trotzdem sei die Vorfreude der Kinder groß, dass sie in rund zwei Monaten ihr neues Gebäude in Wrestedt beziehen können. „Sie sind total happy, wenn sie sehen, was täglich auf der Baustelle passiert“, berichtete Schabert.

Doch in der Ausschuss-Sitzung gab es auch kritische Worte – und zwar gegenüber der rot-schwarzen Landesregierung. Diese habe zwar zum 1. August die Beitragsfreiheit für Kindergärten eingeführt, lasse die Kommunen bei der Finanzierung dieser Betreuungsangebote aber im Regen stehen, bemängelte Gerhard Pollehn (CDU). Es sei noch immer unklar, wie viel Geld die Städte und Gemeinden als Erstattung bekommen. Ein Konzept habe das Land dazu bislang nicht vorgelegt.

„Wir sind die Gekniffenen“, kritisierte Pollehn. Die Samtgemeinde Aue könne die zusätzlichen Ausgaben für die Kinderbetreuung nicht stemmen. „Das Land muss das in voller Höhe übernehmen. Diese Kosten hätten wir ohne die Beitragsfreiheit nicht gehabt“, betonte der CDU-Politiker.

Verwaltungschef Müller schätzt, dass der Samtgemeinde durch die Beitragsfreiheit in den Kindergärten jährliche Mehrkosten von mehreren hunderttausend Euro entstehen werden. Er stellte jedoch mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Samtgemeinde klar: „Das Land wird uns für den Kindergartenbetrieb keine Sonderzuweisung zukommen lassen.“

Von Bernd Schossadowski

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