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26 neue Wohnungen entstehen im Herzen von Wieren

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Von: Bernd Schossadowski

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Alexander Kahlert, Hartmut Weissert, Arthur Klauser und Michael Müller stehen vor dem neuen Wohngebäude.
Freuen sich über die Fertigstellung des kleineren der beiden Gebäude für das betreute Wohnen in Wieren (von links): Alexander Kahlert, Hartmut Weissert, Arthur Klauser und Michael Müller. © Bernd Schossadowski

Eine neue Anlage für betreutes Wohnen wird derzeit in Wieren gebaut. Nahe der Aue steht bereits ein eingeschossiges Haus mit vier Wohnungen. Jetzt folgt ein dreigeschossiger Komplex mit 22 Wohnungen.

Wieren – Im vorderen Bereich steht das Landgasthaus „Alt Wieren“, an der linken Seite verläuft die Dorfstraße, im hinteren Bereich plätschert die Aue: Auf dieser Fläche mitten in Wieren entsteht derzeit eine moderne Seniorenwohnanlage. Ein eingeschossiges Gebäude mit vier rund 80 Quadratmeter großen Wohnungen samt Terrassen steht bereits. Im 90-Grad-Winkel dazu wird jetzt ein dreigeschossiger Komplex mit 22 Wohneinheiten gebaut. Vor Kurzem haben dort die Arbeiten begonnen.

„Wir wollen den Menschen ein attraktives Angebot zum betreuten Wohnen geben“, erklärt Arthur Klauser, privater Investor und Inhaber der neuen Anlage. Alle 26 Wohnungen werden zur Miete ausgeschrieben, die Vermarktung soll jetzt beginnen. Das Grundstück hat der 34-Jährige Ende 2017 erworben. Ursprünglich befanden sich dort eine Scheune, ein altes Wohnhaus und Ferienwohnungen, die aber schon seit Jahrzehnten leer standen. Nach dem Abriss dieser Gebäude war der Weg frei für die neue, millionenschwere Anlage mit rotbrauner Klinkerfassade und Spitzdach. „Wir hoffen, dass Ende 2022 alles fertig ist“, sagt Klauser.

Die Wohnungen im dreigeschossigen Haus haben alle einen Balkon, sind zwischen 47 und 58 Quadratmeter groß und barrierefrei. Einige sind speziell für Rollstuhlfahrer konzipiert. „Das Gebäude wird ohne Hausflure geplant, sodass der Zugang und Ausblick von beiden Seiten möglich ist“, schildert Klauser. Zudem wird ein behindertengerechter Aufzug eingebaut.

Sämtliche Wohnungen sind mit Fußbodenheizung, dreifach verglasten Alu-Fenstern und Balkontüren mit elektrischen Rollläden ausgestattet. „Und es wird eine dezentrale Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert, sodass die Wohnungen immer mit Frischluft versorgt werden“, sagt Klauser. Die Energieversorgung erfolgt über Wärmepumpen.

Das Ziel des Projekts sei das selbstständige Wohnen. Zusätzlich können die künftigen Bewohner umfangreiche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Als Beispiele nennt Klauser Terminvereinbarungen für Ärzte, Auskünfte und Beratungen in Fragen sozialer Dienste und des täglichen Lebens, Angebote der Freizeitgestaltung und Infos über kulturelle Veranstaltungen außerhalb des Hauses.

Aues Samtgemeindebürgermeister Michael Müller bezeichnet die neue Wohnanlage als Glücksfall für Wieren. Und Bau-Fachbereichsleiter Alexander Kahlert lobt: „Diese Art der Nachnutzung des Grundstücks ist angesichts des bundesweiten Bedarfs an seniorengerechtem, betreutem Wohnen sehr zu begrüßen.“ Denn viele Menschen hätten den Wunsch, in ihrem angestammten Ort wohnen zu bleiben und ihr privates Umfeld zu behalten.

Dem pflichtet Hartmut Weissert, Vorstandsmitglied von „Wieren 2030“, bei. „Alle in Wieren sind froh, das wir so etwas bekommen und dass ein privater Investor den Mut dazu hat.“ Klausers Pläne gehen aber noch weiter: Bei entsprechender Nachfrage soll parallel zum dreigeschossigen Haus ein weiteres Gebäude in gleicher Größe und Optik gebaut werden. Dann kämen noch mal 22 Wohneinheiten hinzu. „Das ist bereits baugenehmigt“, verrät Klauser. Und er richtet einen großen Dank an Kahlert und Weissert. Ohne deren Hilfe in den vergangenen Jahren hätte er sein Wohnprojekt nach eigenen Worten niemals verwirklichen können.

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