Fahrer unverletzt / Wrestedt ohne Strom

20 000-Volt- Leitung stürzt auf Sattelzug

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Der Fahrer überstand den Unfall unverletzt.

Wrestedt. Es müssen bange Minuten gewesen sein, die der 37-jährige Lastwagenfahrer in seinem Führerhaus erlebte – der mit Baumstämmen beladene Sattelzug lag auf der Seite, auszusteigen wagte der Fahrer aber nicht.

Denn sein tonnenschweres Gefährt war gewissermaßen eingewickelt in eine 20 000-Volt-Stromleitung.

Den Strom abzustellen – das war die erste Maßnahme der Polizei gestern Früh bei dem spektakulären Unfall auf der Kreisstraße 17 zwischen Wrestedt und Borne. Um 9 Uhr hatte der Holz-Lkw den Mast der Mittelspannungsleitung gerammt. Zuvor war er mit seinem tonnenschweren Gefährt auf den Grünstreifen geraten. Auf dem weichen Untergrund kippte der Lastwagen um und krachte gegen den Mast. Der Unfallfahrer blieb geistesgegenwärtig im Führerhaus sitzen, bis ein Mitarbeiter der SVO Energie den Strom abgestellt hatte. „Das war sehr vorausschauend, nach unserer Erkenntnis war die Stromführung aber durch den Unfall ohnehin abgeschaltet“, erklärt SVO-Sprecher Ralf Horst.

Durch die Kollision fiel in Teilen der benachbarten Ortschaft Wrestedt der Strom aus. „Wir haben den Ausfall überbrückt, indem wir den Strom über andere Leitungen geführt haben“, erklärte Horst. Nach rund einer halben Stunde waren alle Haushalte wieder mit Strom versorgt. Einen ansässigen Geflügelbetrieb versorgte die SVO mit einem Aggregat.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 20 000 Euro. Zunächst musste die Ladung auf ein Ersatzfahrzeug gehoben werden, nach der Bergung soll auch der Mast durch einen neuen ersetzt werden.

Von Thomas Mitzlaff

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