Von Woche zu Woche

Der Beweis liegt auf der Straße

Die Stadt hat ein Unkrautproblem. Und bald auch noch ein Verkehrsproblem. Dass in der Verwaltung hart daran gearbeitet wurde, die Folgen von Streusalz im harten Winter, Pflanzenschutzmitteln im Sommer und hohen Aufwand für pflegebedürftige Rosen in Kreisverkehren kostengünstig zu beseitigen, hat die Leiterin der Grünflächen-Abteilung, Christine Tietz, auf der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz glaubhaft dargelegt.

Ganz offensichtlich gab es auch ein Kommunikationsproblem mit den Betrieblichen Diensten, das ebenfalls einen erheblichen Teil zur kostenintensiven Pflege beigetragen hat. Die Realisierung der Konzepte der Stadtverwaltung liegt nicht nur in den Händen der Mitarbeiter. Sie sind darauf angewiesen, dass die Kooperationen mit etlichen Beteiligten klappen.

Ob das in anderen Bereichen so ist, wird dieser Sommer beweisen – wenn in der gesamten Innenstadt Baufahrzeuge unterwegs sind und die rund 16 000 Autofahrer, die derzeit täglich über die Greyerbrücke fahren, Wege suchen. Wenn die Navigationsgeräte die Lastwagenfahrer dennoch Richtung Greyerstraße leiten und dann die Kleine Mühlenstraße oder die Gudesstraße und die Tempo-10-Zone verstopft sind.

Dass es ein Verkehrschaos geben wird, ist die größte Befürchtung der Stadtverwaltung, wie die städtische Mitarbeiterin Regina Klocke auf derselben Sitzung erklärte. Zusätzlich zum Konzept für Umleitungen, Stadtbusse und Parkplätze müssen auch weitere Aspekte bedacht werden: Etwa wenn die Rüben-Kampagne startet, wie das beratende Ausschussmitglied Uwe Böker betonte.

Und wenn ein Großteil der 16 000 Fahrzeuge die Fahrbahn der Albrecht-Thaer-Straße, der Sternstraße oder der Nothmannstraße belasten, werden wohl wieder zahlreiche Straßensanierungen nötig.

 diane.baatani@az-online.de

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