CDU will Anschluss an die A39

Der Protest gegen die A39 in Secklendorf ist bereits unübersehbar – für die in diesem Bereich geplante Anschlussstelle wollen sich nun die Bienenbütteler bewerben.Foto: Ph. Schulze

Von Ines BräutigamBienenbüttel/Bad Bevensen. "Wenn Bad Bevensen keine zweite Autobahn-Abfahrt will, dann nehmen wir sie." Die Mitglieder der CDU-Fraktion haben in den vergangenen Wochen hin und her überlegt und sind zu einer Entscheidung gelangt: Sie werden die Bienenbütteler Verwaltung damit beauftragen, zu prüfen beziehungsweise prüfen zu lassen, ob die für die A39 bei Secklendorf vorgesehene Autobahnabfahrt in Bienenbütteler Gemeindegebiet verlegt werden kann.

"Wir können die A39 nicht verhindern", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Waltje, "also müssen wir das Beste daraus machen." Mit einer Autobahn-Anschlussstelle in der Nähe Bienenbüttels würde man aus der Not eine Tugend machen. "Ein Anschluss für Bienenbüttel wäre genau das Richtige", stellte auch Bürgermeister Heinz-Günter Waltje bereits während des Besuchs von Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko fest (die AZ berichtete). Er, Waltje, halte den Beschluss des Gemeinderates von 2006 "für falsch". Damals hatten die Ratsmitglieder grundsätzlich für den Autobahn-Bau gestimmt, aber die Vorzugstrasse abgelehnt."Wenn sich die Möglichkeit bietet und eine Ratsmehrheit findet, dann werden wir uns für einen Autobahn-Anschluss stark machen", kündigt Stefan Waltje an. Statt der bei Secklendorf vorgesehenen Anschlussstelle könnte eine Auf- und Abfahrt bei Edendorf in der Gemeinde Bienenbüttel ins Auge gefasst werden.Wirtschaftssenator Gedaschko hatte während seines Besuchs in Bienenbüttel festgestellt, dass es neben Autobahnen zwar auch noch andere wichtige Verkehrswege gebe. Die Autobahnen kanalisierten letztendlich aber den vorhandenen Verkehr und hielten ihn aus Ortschaften fern. Außerdem seien Autobahnen "Grundvoraussetzung für Wirtschaftswachstum".Wie berichtet, gibt es in Bad Bevensen große Befürchtungen, die bei Secklendorf vorgesehen Anschlussstelle an die A39 könnte zu einem Desaster im Kurgebiet führen. Denn sämtlicher in Richtung Süden abzweigender Autobahnverkehr würde von hier aus über die Dahlenburger Straße durch das Herz der Kurstadt rollen. Die Stadt Bad Bevensen hatte deswegen bereits einen Appell an die Straßenbaubehörde in Lüneburg gestartet, zu prüfen, wie unter Einbeziehung aller Landesstraßen die stadtverträglichste Anschlussstellenlösung erreicht werden kann.Diesen Artikel können Sie im Internet direkt kommentieren:

Erschienen: 18.08.2009: AZ / az / Seite:6

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