Wenn man seinen . . .

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Der Uhlenköper

... Unfallverursacher besser kennt, kann das schon mal zu Gewissensproblemen führen. Die Erfahrung hat der Uhlenköper diese Woche gemacht. Er saß bei seiner Mutter im Auto und wartete an einer Ampel auf die nächste Grünphase, als es plötzlich einen Ruck gab und im Bruchteil von Sekunden das Auto sich vorwärts bewegte und auf den vor ihm wartenden Wagen aufprallte.

Im selben Moment spürte Uhlenköper seinen ohnehin schon den ganzen Tag über schmerzenden Kopf noch stärker pochen. Da platzte ihm der Kragen. Er stieg aus, schlug die Autotür zu und ließ seine Wut an den jungen Burschen aus, die mit ihrem Sportwagen auf den des Uhlenköpers aufgefahren waren. Uhlenköper brüllte die halbe Straße zusammen, beschimpfte die ohnehin schon um die Nase ganz blassen „Frischlinge“, was ihnen denn einfalle, so leichtsinnig am Steuer zu sitzen. In dem Moment verließ auch Uhlenköpers Mutter ihren Platz hinterm Lenkrad. Sie erkannte den jungen Unfallverursacher als einen Freund ihres anderen Sohnes wieder und begann nun ihrerseits, immer an das Gute im Menschen glaubend, den Burschen zu trösten. Den fassungslosen Uhlenköper hingegen schob sie einfach beiseite. Hätte nur noch gefehlt, dass sie sich bei dem Schuldigen dafür entschuldigte, dass sie sich mit ihrem Auto sandwichartig zusammenschieben ließ, brummelt der Uhlenköper.

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