Wenn Menschen jünger. . .

.  . . geschätzt werden, als sie sind, fühlen sie sich meistens geschmeichelt. Bei dem Uhlenköper sieht das anders aus – vor allem wenn er bei der Abgabe eines Lottoscheins aufgefordert wird, seinen Personalausweis vorzuzeigen.

Auf so eine Frage ist er nicht vorbereitet und deshalb hatte er ihn auch nicht dabei. Zunächst fürchtete er bereits um die verpasste Chance auf den Jackpot, denn noch einmal zurückfahren und den Ausweis vorzeigen, hätte er nicht mehr geschafft. Zudem war seine Schwester dabei – und auch die hatte keinen Ausweis dabei – räusper, räusper, aber einen Autoschlüssel. Also informierte sie die gewissenhafte Dame an der Kasse darüber, dass es sich bei beiden um eine 30-jährige und eine 35-jährige Person handle und fragte, ob nicht auch der Autoschlüssel als Indiz ausreiche. Doch auch das überzeugte die Mitarbeiterin nicht sofort, sie sah zweifelnd zwischen dem Uhlenköper und seiner Schwester hin und her und sagte nachdrücklich, dass sie Kinder im Alter unter 18 Jahre habe und sich deshalb mit dem Schätzen auskenne. Aber wenn die Schwester vom Uhlenköper unter 18 Jahre wäre und der Altersunterschied zwischen beiden einberechnet würde, wäre der Uhlenköper also zwölf Jahre alt. Manche Verschätzungen sind eben keine Komplimente, weiß der.

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