Wenn ihn. . .

.  . . . jemand durchs Fenster beobachtet, könnte sich ihm der Verdacht aufdrängen, dass Uhlenköper nicht alle Tassen im Schrank hat. Und schuld daran ist sein Radio. Jawohl.

Denn wenn er in der Küche wirbelt und vom Kühlschrank zum Herd geht, zurück zum Vorratsschrank, mit einem kurzen Abstecher zum Topfschrank, dann stört er den Empfang. Befindet er sich nämlich an bestimmten Stellen des Raumes, ist aus dem Radio statt Musik nur noch penetrantes Rauschen zu hören. Deswegen tänzelt er mittlerweile völlig albern herum, wenn er in der Küche zu tun hat und ein Lied gespielt wird, das ihm gefällt. Um den Empfang nicht zu stören. Vor ein paar Tagen ist ihm nun aufgefallen, dass auch sein Radio im Schlafzimmer leicht gestört ist. Und zwar immer dann, wenn unser Mann sich morgens, mit dem ersten Kaffee des Tages auf dem Nachttisch und der Zeitung vor der Nase, aufsetzt und die Knie als Zeitungsablage anwinkelt. Es rauscht! Und das nicht zu knapp! Knie lang - Musik. Knie angezogen – rausch! Knie lang – Musik. Angezogen – rausch! Also verrenkt und schräg gelegt, damit er doch irgendwie die Zeitung zum gemütlichen Lesen auf die Knie legen kann. . . Und auch da ist er froh, dass er morgens nicht durchs Fenster beobachtet werden kann – höchstens von ein paar Meisen, die im Fliederbaum davor hocken. Aber denen scheint es egal zu sein, das schattenboxartige Gezappel von.

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