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Landkreis Uelzen: Weniger Temposünder im Jahr 2022 - 20.025 Fälle registriert

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Von: Lars Lohmann

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Einer der beiden Messanhänger des Landkreises an der Groß Liederner Straße. 2021 wurden 6645 Fahrzeuge von diesen Geräten geblitzt.
20025-mal lösten die mobilen und stationären Blitzer im vergangenen Jahr aus. Damit waren es rund 500 weniger als noch 2021. © Lars Becker

Im Landkreis Uelzen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Tempoverstöße im vergleich zu 2021 leicht zurückgegangen. Insgesamt lösten die zwölf Messanlagen des Landkreises sowie die zwei Messsäulen der Hansestadt Uelzen 20025-mal aus. 

Landkreis Uelzen - Mit satten 116 Stundenkilometern war ein Autofahrer im vergangenen Jahr innerorts auf der Dahlenburger Straße in Bad Bevensen bei erlaubten 50 unterwegs. Damit ist er oder sie auch der Spitzenreiter, was Geschwindigkeitsübertretungen 2022 angeht. Insgesamt ist die Zahl der durch die 14 stationären Messsäulen, – zwölf werden vom Landkreis und zwei von der Hansestadt Uelzen betrieben –, zwei Messanhänger und zwei weitere mobilen Messsysteme erfassten Verstöße im Vergleich zu 2021 aber leicht zurückgegangen: 2021 waren es 20 587 Fälle, letztes Jahr dann 20 025.

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang ist die Baustellensituation im vergangenen Jahr gewesen. „Insbesondere die Baumaßnahmen auf der B 191 mit dem Umbau in Oldenstadt sowie der Bau des Esterholzer Kreisels mit dem anschließenden Wegfall der Messsäulen haben sich stark auf die Fallzahlen ausgewirkt“, erklärt Kreissprecher Martin Theine die im Vergleich zu 2021 nur unwesentlich geringeren Zahlen.

Erkennbar ist dies auch daran, dass die Anlage in Oldenstadt, die die sonst Spitzenreiter bei den gemessenen Tempoverstößen war, im vergangenen Jahr nicht der lukrativste Blitzer war. 1818-mal löste die Messsäule in Richtung Dannenberg aus. Die meisten wurden in Richtung Salzwedel bei Mehre auf der B 71 erwischt, es gab 1834 Verstöße. Auf Platz drei, ebenfalls in Richtung Salzwedel, steht die Messsäule am Suhlendorfer Kreuz an der B 71 mit 1721 Verstößen.

Trotz der geringeren Fallzahlen sind die Einnahmen des Landkreises Uelzen durch Bußgelder im vergangenen Jahr um rund 675 000 Euro gestiegen und belaufen sich auf 1 050 000 Euro. Wesentlicher Grund hierfür ist die Reform des Bußgeldkatalogs durch den Bund, die die Höhe der Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße wesentlich erhöht hat (AZ berichtete). Außerhalb geschlossener Ortschaften werden zum Beispiel seit vergangenem Jahr bei einer Überschreitung von mehr als zehn Stundenkilometern 40 statt 20 Euro fällig.

Dabei gab es neben dem auf der Dahlenburger Straße erwischten Fahrer noch weitere gravierende Fälle. So war ein Fahrzeug bei erlaubten 30 Stundenkilometern am Kinderheim in Stadorf mit 76 unterwegs und in Uelzen (Am Stadtgut) wurde ein Fahrer mit 69 Kilometern pro Stunde geblitzt.

Am Esterholzer Kreuz wurde hingegen vor dem Abbau der Messsäule im Zuge des Baus des Kreisels ein Fahrer mit 132 Stundenkilometern bei erlaubten 70 erwischt.

Dass auch das Einhalten einer temporären Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer auf der B 71 im Bereich des Lintzeler Kreuzes aufgrund einer Jagd kontrolliert wurde, erfuhr ein Autofahrer. Er fuhr 108 km/h.

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