Welche Priorität genießt die A 39?

mr Uelzen/Landkreis. Die abgeschlossene Linienbestimmung für die geplante A 39 hat in der Politik – erwartungsgemäß – unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

CDU-Bundestagabgeordneter Henning Otte und sein Landtagskollege Jörg Hillmer setzen jetzt darauf, dass das Straßenbauprojekt "konzentriert, gestrafft und effizient" vorangetrieben wird. "Denn", so unterstrichen die Unionspolitiker, "nach dem aktuellen Berechnungsstand führt jede Verzögerung der Fertigstellung der Autobahn jährlich zu Einbußen von 60 Millionen Euro." "Als "empörend" bezeichnete hingegen die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte die Darstellungen der Landesstraßenbaubehörde zum Kosten-Nutzen-Verhältnis der A39 bei der Vorstellung der Linienführung am Freitag. Der genannte Wert von 3,4 gelte für das gesamte Hosenträger-Projekt aus A14, B190n und A39. "Die Planer versuchen immer noch, die A39 durch Mischkalkulation mit der volkswirtschaftlich rentableren A14 schönzurechnen", ist die Grünen-Politikerin verärgert. Die Aussage von Umweltstaatssekretär Stefan Birkner, das Land nehme keine Priorisierung zwischen der geplanten A22 und der A39 vor, wertet Staudte als Indiz dafür, dass die A39, die im Gegensatz zur A22 schon im vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans geführt wird, intern an Bedeutung verloren habe. Otte und Hillmer halten dem entgegen, dass der Vertreter des Wirtschaftsministeriums der A39 "höchste Priorität" eingeräumt habe. Unterdessen zitieren die A-39- Gegner aus der Broschüre "Niedersachsen 2021" der Wirtschaftsministeriums. Dort ist die Küstenautobahn A22 thematisiert, nicht aber die A39. Vielmehr steht dort zur Region: "Fernab der Autobahn genießen wir den Reiz der Erlebnisregion Lüneburger Heide." Erschienen: 13.10.2008: AZ / az / Seite:3

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