1. az-online.de
  2. Uelzen

UPDATE: Ein Toter im Kreis Uelzen, THW in Uelzen im Einsatz, Häuser in Lüneburg evakuiert

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mike Höpfner, Lars Becker

Kommentare

Wind
(Symbolbild). © Robert Michael/dpa

Das Sturmtief „Ylenia“ hat im Landkreis Uelzen seit Mitternacht bislang für etwa 70 bis 80 Feuerwehr-Einsätze gesorgt. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises im AZ-Gespräch.

+++ UPDATE 15.27 Uhr +++

Bevenser Wehr seit 3.50 Uhr morgens im Dauereinsatz

Bad Bevensen – Die Bevenser Feuerwehr ist ab frühmorgens um 3.50 Uhr im Dauereinsatz. Umgestürzte Bäume müssen von der Klein Hesebecker Straße, der Medinger Allee sowie den Straßen Am Pathsberg und An den Teichen geräumt werden. An der Ecke Klaubusch/Amtsheide trifft ein Baum ein geparktes Auto. Auch ein Nebengebäude der Dianaklinik ist betroffen.

Eine etwa 50 Zentimeter dicke Kiefer ist auf ein Ziegeldach gefallen. Von einer Hubbühne aus sägen Feuerwehrleute den Stamm Stück für Stück ab, damit ein Dachdecker das Gebäude mit einem Notdach gegen weitere Feuchtigkeitsschäden sichern kann, berichtet Ortsbrandmeister Matthias Wedel. Allein dieser Einsatz dauert zwei Stunden. Bei zwei Bäumen, die gegen eine Hauswand gekippt sind, braucht die Feuerwehr nicht mehr tätig zu werden.

Dabei muss Wedel jeweils auch abwägen, welche Hilfsmittel er einsetzt. „Wir müssen auch ein bisschen die Sicherheit unserer Einsatzkräfte im Auge behalten“, erklärt der Ortsbrandmeister. „Gerade die Arbeiten mit der Drehleiter sind bei dem Sturm gefährlich.“

Insgesamt 30 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen sind im Einsatz. Unter anderem müssen sie auch das Dach einer Bushaltestelle sichern, das durch die Ebstorfer Straße geflogen ist. (stk)

Orkan „Ylenia“ sorgte auch in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel für Einsätze der Feuerwehr.

Der Erste Einsatz der Nacht ging um 04.42 Uhr bei der Ortsfeuerwehr Hohnstorf ein. Auf der Ringstraße lag eine Birke quer über der Straße. Der Baum wurde mittels einer Motorsäge zerkleinert und von der Fahrbahn geräumt.

Hier das Protokoll der weiteren Einsätze in der Einheitsgemeinde:

05.21 Uhr, Ortfeuerwehr Varendorf-Bornsen. Entwurzelter Baum auf der Fahrbahn der K49 Varendorf – Addenstorf im Bereich Rockenmühle.

05.53 Uhr, Ortsfeuerwehr Rieste. Baum auf Straße im Bereich am Feuerwehrhaus.

07.09 Uhr, Ortsfeuerwehr Edendorf. Baum droht beim Schloohof auf die Straße zu stürzen.

07.57 Uhr, Feuerwehr Bienenbüttel, Feuer an Bahnstrecke hinter der Lärmschutzwand im Bereich Königsberger Straße. Ein Ast war auf die Oberleitung gefallen und beschädigte diese. Ein Feuer war nicht mehr vorhanden. Weitere Maßnahmen werden durch die Deutsche Bahn vorgenommen. Bahnstrecke war voll gesperrt. Oberleitung abgeschaltet. Keine weiteren. Maßnahmen der Feuerwehr erforderlich.

08.08 Uhr, Ortsfeuerwehr Bargdorf. Im Wochenendgebiet „Röpers Heide“ kippte eine Fichte an die Außenwand eines Hauses. Da von dem Baum keine weitere Gefahr mehr ausging, wurde die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben der wiederum eine Fachfirma für die Beseitigung des Baums beauftragen muss. Foto siehe Anlage.

08.30 Uhr, Feuerwehr Bienenbüttel. Baum auf Straße K20 OV Steddorf. Baum wurde bereits durch einen Landwirt von der Straße geräumt. Einsatz der Feuerwehr nicht mehr erforderlich.

THW sichert Dach eines Lagergebäudes in Uelzen

Das THW ist im Einsatz in Uelzen und sichert das Dach eines Lagergebäudes von Leben leben. Das Dach eines Lagergebäudes hinter einer Werkstatt wurde angehoben und wird nun stabilisiert. Mitarbeiter räumen mit dem THW das Gebäude aus.

Soltauer Straße für mehrere Stunden voll gesperrt - Wohnhäuser evakuiert

Lüneburg. Weil zwei große Bäume an der Soltauer Straße umzukippen drohen, muss die Straße für voraussichtlich mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner in dem betroffenen Bereich wurden aus ihren Häusern evakuiert. Die Bäume werden nun Stück für Stück von den Mitarbeitenden der AGL so schnell wie möglich abgenommen, damit die Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Häuser zurückkehren können und die Sperrung aufgehoben werden kann. Der Wind hat sich mittlerweile ein wenig beruhigt, dennoch bleiben die Feuerwehr, die Polizei und die AGL in besonderer Alarmbereitschaft.

Hansestadt Uelzen warnt vor Betreten des Waldes

Die Hansestadt Uelzen warnt dringend davor, aufgrund von Sturmböen in diesen Tagen den Wald, das Wildgehege und Parkanlagen im Stadtgebiet zu betreten. Die Warnung gilt bis einschließlich Sonntag, 20. Februar. „Es besteht Lebensgefahr: Bäume drohen umzufallen, Äste abzubrechen“, weiß Stadtförster Thomas Göllner. Dies könne auch nach dem Unwetter passieren, so dass noch Tage danach Vorsicht geboten ist.

Der Sturm fordert im Kreis Uelzen ein Todesopfer

Schrecklicher Unfall heute Morgen um kurz nach 9 Uhr auf der L252 zwischen Sasendorf und dem Seedorfer Kreuz (B4): Dort stürzte eine Eiche auf die Fahrgastzelle eines Fahrzeugs eines Bevenser Unternehmens.

Wegen Sturm: Städtische Friedhöfe bleiben geschlossen

Wegen des aktuellen Sturms und der Wetterprognosen für heute und morgen bleiben sämtliche Friedhöfe der Stadt Lüneburg am heutigen Donnerstag, 17.2.2022 und unter Umständen auch morgen, Freitag, 18.2.2022 geschlossen. Die Verletzungsgefahr für Besucherinnen und Besucher durch abbrechende Äste und andere Sturmschäden sei zu groß, sagt Hans Hockemeyer, Leiter der städtischen Friedhöfe. Die Friedhofsverwaltung bittet um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahme.

Die Feuerwehren sind aufgrund des über die Region fegenden Sturmtiefs im Dauereinsatz. Laut Rettungsleitstelle in Uelzen gab es Stand späten Vormittag 91 Einsätze. So waren alle Feuerwehren der Einheitsgemeinde Bienenbüttel im Einsatz berichtet, Feuerwehrsprecher Stefan Kommert. Neben umgestürzten Bäumen, die geräumt wwurden, gab es auch einen Löscheinsatz. 

Lüneburg/Kreis Uelzen - Während die Hansestadt Uelzen bislang von orkanartigen Böen halbwegs verschont blieb, wie auch Feuerwehr-Sprecher Christoph Paul bestätigte, stürzten vor allem im ländlichen Raum etliche Bäume auf die Straßen. Betroffen waren beispielsweise Molzen, Jastorf, Groß Thondorf, aber auch die L233 zwischen Ebstorf und Melbeck oder der Bereich Dreilingen.

Äste fielen wegen des Sturmtiefs auf die Straße, vielerorts stürzten auch Bäume auf die Fahrbahn.
Äste fielen wegen des Sturmtiefs auf die Straße, vielerorts stürzten auch Bäume auf die Fahrbahn. © Lars Becker

Auf vielen Straßen im Kreisgebiet liegt umfangreich Astwerk auf den Straßen. Alle Verkehrsteilnehmer sind zur äußersten Vorsicht aufgerufen. Hier und dort kippten Bauzäune zur Seite, Trampoline flogen durch Gärten. Die Ortsfeuerwehren rückten aus, beseitigten Hindernisse.

An vielen Stellen im Landkreis Uelzen sind die Auswirkungen des Sturmtiefs sichtbar.
An vielen Stellen im Landkreis Uelzen sind die Auswirkungen des Sturmtiefs sichtbar. © Lars Becker

Personenschäden wurden zum Glück bislang nicht verzeichnet.

---

Zwischen Bad Bodenteich und Abbendorf ist ein Baum auf einen fahrenden Pkw gestürzt. Die Front des Fahrzeugs inklusive Frontscheibe wurden zerstört. Zwei Personen befanden sich im Auto. Sie standen unter Schock, waren aber ansonsten unverletzt, wie Bodenteichs Ortsbrandmeister Thomas Flaak mitteilt.

Erstmeldung (8.20 Uhr, 17. Februar)

Wegen der extremen Witterungsbedingungen fällt am Donnerstag, 17. Februar 2022, im gesamten Landkreis Lüneburg - also auch der Hansestadt Lüneburg - der Schulunterricht an allen allgemeinbildenden Schulen aus. Die Berufsbildenden Schulen führen in allen Klassen Distanzunterricht durch.

Eine Notbetreuung wird in allen Schulen sichergestellt. Der Landkreis hat darüber heute morgen vor 5:30 Uhr auf BIWAPP, seiner Webseite, Facebook und Twitter informiert.
Die Elbfähre „Amt Neuhaus“ zwischen Bleckede und Neu Bleckede hat wegen des Sturms ihren Betrieb bis auf Weiteres eingestellt.

Auch im Landkreis Uelzen kommt es am Donnerstag zu Unterrichtsausfall.

Züge fallen aus

Aus Sicherheitsgründen hat die DB Netz AG Strecken in großen Teilen Norddeutschlands für den Zugverkehr gesperrt. Bis auf Weiteres fallen alle Züge des metronom aus. Es wird kein Busersatzverkehr gestellt. Aufgrund der Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes ist voraussichtlich bis in den Samstag hinein mit starken Einschränkungen, Verspätungen und Zugausfällen bei metronom zu rechnen, so das Unternehmen.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Auch interessant

Kommentare