„Vorzugsvariante ist die akzeptabelste Lösung"

jn Tiddische. Schon vor zwei Jahren, im Rahmen der Antragskonferenz zur A39, hat die Gemeinde Tiddische einen Trassenverlauf entlang des Elbe-Seitenkanals gefordert. Daher kann man mit der nun vorgelegten Vorzugsvariante der Schnellstraße (das IK berichtete mehrfach) in Tiddische gut leben.

So drückte es Bürgermeister Heino Meyer während der Ratssitzung am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Hoitlingen aus. Nun ist die Gemeinde aufgefordert, im Rahmen des Raumordnungsverfahrens eine Stellungnahme abzugeben. Und dies tut sie auch. "Das Schlimmste wäre, wenn wir keine Stellungnahme abgeben würden", so Meyer. Am Mittwoch wurde die Eingabe formuliert. "Die nunmehr festgelegte Vorzugsvariante entspricht unserer Forderung weitgehend", heißt es in der Einleitung. Die Festlegungen reflektierten die objektiven Ergebnisse einer neutralen Institution. Die direkte Nähe zum VW-Testgelände werde von der Gemeinde begrüßt, da sie zum einen den Interessen der Volkswagen AG gerecht werde und zum anderen ohnehin schon "vorbelastetes" Gebiet berühre. Aus ökonomischen Aspekten bewertet die Gemeinde Tiddische auch die Inanspruchnahme von Geländeteilen des Truppenübungsplatzes positiv. "Unter landwirtschaftlichen Aspekten ist die Vorzugsvariante als die akzeptabelste einzustufen, da – im Vergleich zur Osttrasse – wertvolle Ertragsböden erhalten bleiben. Während die Vorzugsvariante Grenzertragsboden und weitgehend Wald mit weniger wertvollen Kiefernbeständen tangiert", heißt es in der Stellungnahme abschließend. Zusammenfassend werde festgestellt, dass die präsentierte Variante aus Sicht der Gemeinde Tiddische als akzeptabelste Lösung einzustufen ist. Die im Rahmen des Verfahrens ebenfalls untersuchten östlichen Linienführungen werden von der Gemeinde Tiddische nach wie vor abgelehnt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Wortlaut der Stellungnahme. Bürgermeister Meyer verwies noch einmal darauf, dass auch die anderen Varianten noch nicht aus dem Spiel seien. Kritik gab es aus den Reihen der anwesenden Bürgern. Man hätte wenigstens einen Fragebogen in den Haushalten verteilen sollen, wie denn die Tiddischer zur A39 stehen. So werde lediglich die Meinung der Ratsmitglieder wiedergegeben. Meyer erklärte, dass jeder einzelne Bürger die Möglichkeit habe, eine Stellungnahme abzugeben. So groß könne das Interesse an dem Raumordnungsverfahren außerdem nicht sein, denn der Ordner zur A39, der seit Anfang Mai beim Bürgermeister zur Einsichtnahme ausliegt, sei bislang von einer Person eingesehen worden – einem Ratsmitglied. Erschienen: 19.05.2006: IK / 116 / Seite:4

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