Stadenser Senioren-WG betroffen

Vier weitere Corona-Todesfälle im Landkreis Uelzen bestätigt

Mit der vierten Welle verzeichnet der Landkreis wieder Corona-Tote.
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Im Landkreis Uelzen sind am Donnerstag vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bestätigt worden.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Das tägliche Corona-Update des Landkreises Uelzen beinhaltete am Donnerstag eine sehr traurige Nachricht: Vier weitere Personen sind an oder mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle von 117 auf 121.


Uelzen/Landkreis – Bei den Verstorbenen handelt es sich um Senioren im Alter zwischen 80 und 92 Jahren, die nach AZ-Informationen allesamt massiv vorerkrankt waren.

Drei der vier Personen lebten in jener Senioren-Wohngemeinschaft Medikom in Stadensen, in der es Mitte des Monats einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hatte, wie Geschäftsführer Benjamin Gießel auf Anfrage bestätigte. Acht von 17 Bewohnern waren dort vor rund zwei Wochen positiv getestet worden. Laut Gießel befinden sich noch zwei Personen in Quarantäne.

Todesfälle mit Verzögerung offiziell gemeldet

Bei den bereits durch andere Krankheiten stark geschwächten Todesopfern sei davon auszugehen, dass sie die Covid-19-Infektionen nicht mehr hätten kompensieren können, wie Gießel erläuterte.

Der erste der am Donnerstag vermeldeten Todesfälle in der Senioren-WG ereignete sich bereits am 19. November, ein weiterer am 27. November – gestern dann der dritte. Die Verzögerung der Meldungen hatte offenbar mit Todesermittlungsverfahren und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu tun.

Person aus Bienenbüttel stirbt im Helios Klinikum

Am Mittwoch ist außerdem eine betagte Person aus der Einheitsgemeinde Bienenbüttel im Helios Klinikum Uelzen an oder mit Corona gestorben, wie der Landkreis auf Nachfrage bekanntgab. Auch dieser Todesfall ging erst am Donnerstag in die Statistik ein.

In Bienenbüttel gab es damit bislang drei Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie. In der Samtgemeinde Aue erhöhte sich deren Zahl auf 21. 30 Verstorbene aus der Hansestadt Uelzen, sieben aus der Samtgemeinde Suderburg, 19 aus der Samtgemeinde Rosche und 41 aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf kommen hinzu.

23 Corona-Patienten im Uelzener Krankenhaus

25 der stationär im Helios Klinikum Uelzen aufgenommenen Patienten waren am Mittwoch mit dem Coronavirus infiziert. 23 von ihnen wurden auf der Normalstation behandelt, zwei auf der Intensivstation. Am Donnerstag waren es zwei Patienten weniger auf der Normalstation. Das geht aus den Covid-19-Fallzahlen hervor, die der Helios-Konzern täglich veröffentlicht. Seit Februar wurden nicht mehr so viele Menschen gleichzeitig im Klinikum betreut, die sich mit dem Virus angesteckt haben.

Sind diese rund zwei Dutzend Covid-19-Patienten vollständig geimpft gewesen oder nicht? Sind sie ursächlich wegen der Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen? Diese AZ-Fragen hat jetzt Sonja Mengering, die Referentin Unternehmenskommunikation, zumindest pauschal beantwortet.

Ungeimpfte Patienten, aber auch Impfdurchbrüche

Sie erklärt: „Wir behandeln aktuell sowohl geimpfte als auch nicht geimpfte Patienten, die sich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert haben. Einige von ihnen sind primär aufgrund ihrer Covid-19-Infektion stationär bei uns aufgenommen worden, bei anderen wurde die Infektion erst im Rahmen unseres Screenings bekannt. Sie haben sich aus einem anderen Grund bei uns in stationäre Behandlung begeben.“ Konkreter wurde die Sprecherin des Helios Klinikums nicht.

Zumindest auf der Normalstation gebe es derzeit aber glücklicherweise keine schwerwiegenden Verläufe der Infektion, so Sonja Mengering weiter, die mit Blick auf die vierte Welle der Corona-Pandemie anfügt. „Wir bewerten die Belegung in unserem Haus täglich mit Augenmaß, um den Versorgungsauftrag für den Landkreis und die Region gewährleisten zu können.“

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