„Unsere Region braucht Klarheit"

mr Uelzen/Berlin. Die regionale SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann fordert, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung bis zum Ende dieser Wahlperiode Ende 2013 eine klare Finanzplanung für den Bau der Autobahn 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg vorlegen soll.

"Sonst wird es schwierig. Die Politik kann die Wirtschaft nicht mehr als 20 Jahre im Unklaren lassen", argumentiert Lühmann, die dem Verkehrsausschuss angehört: "Unsere Region braucht Klarheit. Wenn wir die Autobahn nicht bekommen können, muss das auch deutlich kommuniziert werden. Es hat dann aber auch Auswirkungen auf die Neuansiedlung und Abwanderung von Firmen", fürchtet sie. Bei einem Treffen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), habe dieser in der vorigen Woche deutlich signalisiert, dass die geplante Küstenautobahn in der Verlängerung der A 20 zur Anbindung der Nordseehäfen "überragende Bedeutung" habe und vorgezogen werde. Das bedeute jedoch keineswegs das Aus für die A 39. "Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen und dann muss der Bund Farbe bekennen", betont die SPD-Politikerin. Für Lühmann gehört dazu auch eine parallele Planung von Ortsumgehungen – etwa für Altenmedingen – , um den zusätzlichen Verkehr zu regulieren. Regierungspläne, das Naturschutzgesetz zu ändern und Ausgleichsmaßnahmen durch Geldleistungen zu ersetzen, lehnt sie vehement ab. "Geld kann keine Biotope ersetzen", ist Lühmann dagegen, "dass zügellosem Bauen Tür und Tor geöffnet werden." Erschienen: 02.02.2010: AZ / 27 / Seite:1

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