Nach Durchsuchung in Meuchefitz

Unangemeldete Demo in Lüchow: Polizei setzt Pfefferspray ein

ds Lüchow. In Lüchow im benachbarten Landkreis kam es gestern zu einer unangemeldeten Demo. Dabei gab es Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Auslöser des Protestes war ein Polizeieinsatz am Vormittag zuvor in Meuchefitz.

Dort hatte ein Großaufgebot von Beamten in einem "szenebekannten Gasthof" eine Durchsuchung durchgeführt und ein nach dem Vereinsgesetz verbotenes Banner - mit Bezug zur PKK - beschlagnahmt.  

Am Nachmittag versammelten sich dann gut 100 Personen im Bereich des Lüchower Marktplatzes und verhielten sich nach Angaben der Pressestelle der Polizei "äußerst unkooperativ und latent aggressiv" gegenüber dort eingesetzten Polizisten. Die Polizei berichtet weiter davon, dass Kontaktaufnahmen und die Benennung eines Versammlungsleiter nicht von Erfolg gekrönt waren, so dass mehrere Polizeibeamte den Aufzug stoppten. In dieser Situation versuchten diverse Demonstranten Polizeiketten zu durchbrechen. "Dabei kam es auch zu einem tätlichen Angriff auf einen Polizeibeamten, so dass es auch zu einem Einsatz von Pfefferspray kam", berichten die Beamten. Parallel zündeten Demonstranten Pyrotechnik.

Im weiteren Verlauf gab sich dann doch noch ein Verantwortlicher zu erkennen, sodass die Demonstration unter Begleitung der Polizei durch die Innenstadt fortgesetzt werden konnte. Gegen 18 Uhr beendete der Verantwortliche den Protest.

Es wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Widerstand und Verstöße gegen das Sprengstoff- und Vereinsgesetz (Mitführen von verbotenen Fahnen, Symbolen der PKK/YPG) eingeleitet. Die Polizei stellte zudem die Personalien der Verantwortlichen fest. Verletzt wurde niemand.

Rubriklistenbild: © dpa

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