Zwischen Bienenbüttel und Tätendorf-Eppensen

2+1-Querschnitt für die B4: So sieht der Zeitplan des Verkehrsministeriums aus

Zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf sowie zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen soll die B4 einen 2+1-Querschnitt erhalten. Die Fahrbahnbreite soll dann bei elf Metern bleiben, frühestens 2023 könnte die Umsetzung laut Ministerium starten.
+
Zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf sowie zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen soll die B4 einen 2+1-Querschnitt erhalten. Die Fahrbahnbreite soll dann bei elf Metern bleiben, frühestens 2023 könnte die Umsetzung laut Ministerium starten.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
    schließen

Der Umbau der B4 zu einem 2:1-Querschnitt zwischen Tätendorf-Eppensen und Bienenbüttel in zwei Abschnitten wird frühestens 2023 starten, wie das Verkehrsministerium jetzt erklärt hat.

Uelzen/Landkreis – Wann geht der 2+1-Ausbau der B4 endlich voran? Nicht nur viele Verkehrsteilnehmer und AZ-Leser stellen sich diese Frage. Auch Parteien und Interessensverbände fordern von Politik und Behörden zunehmend mehr Tempo, seit zwischen Tätendorf-Eppensen und Melbeck auf dem Mehrzweckstreifen zusätzliche Leitpfosten montiert worden sind, die diesen für Lkw oder landwirtschaftliche Fahrzeuge sperren.

Ganz aktuell fordert der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU), „den weiteren Ausbau vorzuziehen und rasch umzusetzen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das Prinzip einer abwechselnden Überholspur gewährleiste bereits auf der Uelzener Ortumgehung (Uhlenring) sowie zwischen Uelzen und Tätendorf-Eppensen einen flüssigen und sicheren Verkehrsfluss.

Allenfalls eine „Zwischen-Notlösung“

Die Abgrenzung der Seitenstreifen durch Pfosten bzw. die Verschiebung von zwei Fahrstreifen auf eine Seite durch Baken und Neumarkierung seien allenfalls eine „Zwischen-Notlösung“. Dadurch würden zwar gefährliche Überholmanöver unterbunden, aber auch ordnungsgemäße Überholmöglichkeiten unterbunden, so der LBU.

Das Landesverkehrsministerium äußerte sich am Freitag (10. September) auf AZ-Anfrage ausführlich zum weiteren Umbau der B4 in den Abschnitten zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf (Länge ca. 3,7 Kilometer) sowie zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen (Länge ca. 5,3 Kilometer) zu einem so genannten 2+1-Querschnitt.

Elf Meter breite Fahrbahn bleibt

„Die Fahrbahnbreite von elf Metern soll bei wechselseitig angeordneten Überholfahrstreifen beibehalten werden. Die Fahrstreifenbreiten sollen zwischen 3,25 und 3,50 Meter breit sein. Die Querschnittsumgestaltung soll im Zuge einer erforderlichen Fahrbahnerneuerung umgesetzt werden“, heißt es aus Hannover.

Aktuell werde der bereits vermessene Abschnitt von Bienenbüttel bis Jelmstorf auf den 2+1-Querschnitt umgeplant. „Die technische Planung in Lage, Höhe und Querschnitt liegt weitestgehend vor, die naturschutzfachlichen Untersuchungen werden aktuell durchgeführt. Die bauvorbereitenden Arbeiten in Form von Bohrkernentnahmen wurden im Mai 2021 abgeschlossen. Darüber hinaus finden Gespräche mit der Gemeinde Bienenbüttel bezüglich der Anbindung der Gemeindestraßen – insbesondere des Knotenpunktes Bargdorf – und der Ausweisung von neuen Gewerbegebieten statt. Vorabstimmungen mit betroffenen Anliegern sind ebenfalls erfolgt“, so das Ministerium.

„Bauliche Umsetzung ab 2023 angestrebt“

Der Zeitpunkt der Ausführung stehe in Abhängigkeit des Ablaufs der weiteren Straßenplanung sowie gegebenenfalls erforderlicher Baurechtsverfahren, die „insbesondere im Zuge eines Umbaus des Knotenpunktes Bargdorf nicht ausgeschlossen“ werden könnten. „Es wird jedoch eine bauliche Umsetzung ab 2023 angestrebt“, heißt es weiter.

Auch dem Abschnitt zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen sei vermessungstechnisch komplett aufgenommen worden. „Da bereits nach Umsetzung der Maßnahme ,Bienenbüttel – Jelmstorf‘ zwischen Lüneburg und Uelzen auf der B4 ein Anteil von mehr als 20 Prozent an gesicherten Überholmöglichkeiten geschaffen wurde, soll der hiesige Abschnitt noch ,konzeptionell‘ betrachtet werden, das heißt: Überholmöglichkeiten sollen in den unproblematischen Bereichen umgesetzt werden“, so das Ministerium.

Dabei seien diverse „Zwangspunkte“ (Bauwerke, Parkplätze, Knotenpunkte und die Steigung in Fahrtrichtung Tätendorf) zu berücksichtigen. „Für diesen Abschnitt liegt bisher noch keine technische Planung vor“, heißt es abschließend aus dem Verkehrsministerium.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare