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Überschaubare Zahlen: Immer weniger Arbeit für mobile Impfteams des DRK im Landkreis Uelzen

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Von: Norman Reuter

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Impfangebot auf dem Uelzener Wochenmarkt: Wer Bedarf an einer Corona-Schutzinjektion hat, der kann zum Team des DRK gehen.
Impfangebot auf dem Uelzener Wochenmarkt: Wer Bedarf an einer Corona-Schutzinjektion hat, der kann zum Team des DRK gehen. © Norman Reuter

Lassen sich Menschen noch gegen das Coronavirus impfen? Die Zahlen, die der Landkreis Uelzen für die mobilen Impfteams nennen kann, sind überschaubar geworden. Nach Auskunft der Kreisverwaltung lassen sich derzeit wöchentlich 300 bis 500 Menschen einen Piks setzen. 

Uelzen/Landkreis – Zwei Wagen des DRK stehen an diesem Markttag in Höhe der ehemaligen Uelzener Kaufhalle. Zwischen ihnen ist ein Aufsteller zu entdecken: Ein kleiner daran befestigter Ballon zappelt im Wind, lässt einen stoppen und lesen, was dort als Hinweis geschrieben steht: „Heute Corona-Schutzimpfung ohne Termin“. Biontech und Moderna könne injiziert werden – das Impfteam an den Wagen, es steht seit 7 Uhr bereit, greift bis 10.30 Uhr zwei Mal zur Spritze.

Das passt zu den Zahlen, die der Landkreis für die von ihm unterbreiteten Impfangebote gegenüber der AZ nennt. Sie sind stark zurückgegangen: Im März wurden noch 2967 Injektionen gesetzt, für April meldet der Kreis deren 1548. Das ist die Hälfte im Vergleich zum Vormonat. Vor Weihnachten standen die Menschen bei Kälte im Freien an, um sich impfen zu lassen.

Werbung für besondere Aktionen zahlt sich aus

Für Mai liegt noch keine Zwischenbilanz vor; die Kreisverwaltung erklärt aber: „Derzeit bewegt sich die Nachfrage auf einem niedrigen Niveau zwischen 300 und 500 Impfungen pro Woche, wobei sich gesondert beworbene Aktionen mitunter positiv auswirken.“

Mit Aktionen sind beispielweise Impfungen im Uelzener Kino gemeint, wie es sie im März gegeben hat. Gut 60 Menschen holten sich seinerzeit eine Corona-Schutzimpfung ab. Üblicherweise sind mobile Teams in Stadt und Landkreis anzutreffen: Im DRK-Haus in Rosche, im Dorfgemeinschaftshaus Steddorf, im Kurhaus Bad Bevensen oder mittwochs auf dem Uelzener Wochenmarkt werden Impfangebote unterbreitet.

Hoher Anteil an Dritt- und Viertimpfungen

Am vergangenen Mittwoch ist zu beobachten – wenngleich kein direkter Impfwunsch geäußert wird – dass von Passanten Fragen dazu gestellt werden, wann eine Auffrischung sinnvoll sei. Es sind vor allem dritte und vierte Impfungen, mit denen die Impfteams befasst sind. Im Detail: Von den 2967 Injektionen handelte es sich in 2407 Fällen um Dritt- und Viertimpfungen; im April waren es von 1548 Injektionen 1376 Dritt- und Viertimpfungen.

Wer eine Corona-Erkrankung überstanden hat, wird als Genesener geführt, hat über den Infektionsweg eine (weitere) Immunisierung erfahren. Zuletzt hatte es im Landkreis hohe Infektionszahlen gegeben: 400 bis 500 Infektionen täglich wurden gemeldet. Inzwischen sind es wieder weniger. Der Landkreis: „Bislang lässt sich aus den Impfzahlen nicht ablesen, dass das aktuelle Infektionsgeschehen auf diese einen spürbaren Einfluss hat.“

Wie geht es mit der Zentralen Impfstation weiter?

Nach dem Aus für das Impfzentrum in der Stadthalle ist an der Celler Straße in einem ehemaligen Netto-Markt in Uelzen eine feste Impfstation etabliert worden, in der nach Angaben des Landkreises von montags bis freitags jeweils von 8.30 bis 15.30 Uhr die Impfstoffe der Hersteller Biontech, Moderna und Novavax verabreicht werden.

Ungeachtet der Impfzahlen sollbis mindestens Ende des Jahres weiterhin ein zentrales Impfangebot gemacht werden. Ob das weiterhin an der Celler Straße zu finden sein werde oder andernorts, dazu könnten noch keine genauen Angaben gemacht werden, so die Auskunft aus dem Kreishaus. Wie berichtet, läuft ein befristeter Mietvertrag bis Ende Juni.

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