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Überplanung des Feuerwehr-Geländes von Kreis und Stadt sehr anspruchsvoll

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Von: Lars Becker

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Direkt neben der Stadtfeuerwehr befindet sich in den Bartholomäiwiesen die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises. Das gesamte Gelände wird überplant. Sobald die Kosten ermittelt sind, ist die Politik am Zug.
Direkt neben der Stadtfeuerwehr befindet sich in den Bartholomäiwiesen die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises. Das gesamte Gelände wird überplant. Sobald die Kosten ermittelt sind, ist die Politik am Zug. © Lars Becker

In den Bartholomäiwiesen liegen die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises und die Feuerwehr der Hansestadt direkt nebeneinander. Das gesamte Gelände wird überplant. Im Feuerschutzausschuss wurde der aktuelle Stand erläutert und eine Skizze vorgestellt, die die Veränderungen zeigt.

Uelzen – Seit Frühjahr 2019 befasst sich der Feuerschutzausschuss des Landkreises Uelzen in jeder Sitzung mit der Überplanung des Geländes der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an den Bartholomäiwiesen – also dem Technik- und Ausbildungszentrum für die Wehr im Kreis. Konkret müssen dort die Atemschutzgerätewerkstatt neu angelegt, ein Sanitärbereich für den Brandcontainer geschaffen und eine Halle mit acht zusätzlichen Stellplätzen für Fahrzeuge gebaut werden. Auf deren Dach soll der Funkmast versetzt werden.

Zudem soll eine Annahmestelle für jene Ausrüstung entstehen, die nach Einsätzen gereinigt und gewartet werden muss (Stichwort: Schlauchverbund). In einem Obergeschoss der neuen Fahrzeughalle wären Schulungsräume denkbar. Eine Priorität liegt außerdem darauf, die Übungsfläche möglichst großzügig zu erhalten.

Noch ist kein politischer Beschluss gefasst

Das alles passiert in Abstimmung mit der Hansestadt Uelzen, weil neben der Kreis- ebenso die benachbarte Stadtfeuerwehr mit immer höheren Platz- wie Hygieneanforderungen konfrontiert wird und erweitern möchte.

In der konstituierenden Sitzung des Feuerschutzausschusses letzte Woche erläuterte Eckhardt Meier vom Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg den Mitgliedern – acht von zehn sind neu in diesem Gremium – einmal mehr den „status quo“ der Planungen. Er betonte: „Wir befinden uns in der Phase des Vorentwurfes. Wir wissen, was wir bauen wollen und möchten das an ein Architektenbüro abgeben, das Erfahrung mit solchen Projekten hat. Es ist aber unsicher, wie lange das dauert.“

Ein erster Auftrag solle bis zur Berechnung der Kosten erfolgen. „Dann liegt die Entscheidung bei den politischen Gremien“, so Meier Bezug nehmend darauf, dass ein Beschluss zur Erweiterung der Feuerwehrtechnischen Zentrale bisher noch nicht existiert.

„Hoher Anspruch an Ausstattung und technische Ausrüstung“

„Landkreis und Hansestadt Uelzen sollten den Auftrag gemeinsam an ein Architekturbüro vergeben, um ein einheitliches Bild zu erhalten. Ein erstes Los bezöge sich auf die FTZ, ein zweites auf die Erweiterungen und den Umbau, der die Stadt betrifft“, so Meier. Es sei aber längst nicht sicher, dass bereits im ersten Verfahren die Vergabe tatsächlich gelinge.

Womöglich im Februar oder März 2022 könne man den Planungsauftrag erteilen. „Zum möglichen Baubeginn kann ich nicht viel sagen, vielleicht klappt es 2023 – das ist aber optimistisch gedacht. Denn dieses Bauvorhaben ist zum eínen umfangreich und hat zum anderen einen hohen Anspruch an die Ausstattung und die technische Ausrüstung“, so Meier. Das Gebäudemanagement habe ein vergleichbares Projekt gerade in Dannenberg umgesetzt.

„FTZ völlig überfrachtet mit Geräten und Fahrzeugen“

Dass die aktuelle Situation in der Feuerwehrtechnischen Zentrale alles andere als optimal ist und dass es akuten Handlungsbedarf gibt, wurde aus den Ausführungen von Kreisbrandmeister Helmut Rüger sowie seiner Stellvertreter Torben Knaack und André Pieper-Christensen deutlich: „Die FTZ ist im Moment völlig überfrachtet mit Geräten und Fahrzeugen, die sich kaum unterbringen lassen.“ Anhänger stünden teilweise hinter anderen Fahrzeugen.

In der Sitzung des Feuerschutzausschusses Ende August 2020 waren die potenziellen Kosten für den Kreisauf ca. vier Millionen Euro geschätzt und schon 2019 waren 100.000 Euro für die Überplanung des Geländes in den Haushalt des Gebäudemanagements eingestellt worden.

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