„Über 30000 Unterschriften"

Uelzen. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 sieht sich für die anstehenden Auseinandersetzungen und das Raumordnungsverfahren gut gerüstet.

Nach Angaben von Pressesprecher Eckehard Niemann arbeiten über 1000 Aktive in den 30 Bürgerinitiativen zwischen Lüneburg und Wolfsburg seit über zwei Jahren solidarisch zusammen, um die wirtschaftliche Unsinnigkeit und die umwelt- und regionalschädliche Wirkung dieses "milliardenteuren Prestige-Objekts" (Niemann) deutlich zu machen. "Weit über 30000 Unterschriften, der Hundert-Trecker-Treck, zahlreiche Resolutionen von Gemeinden und die schwachen Argumente der verantwortlichen Politiker machen deutlich, dass man die A39 politisch verhindern kann", so Niemann. In den Schutz- und Klagefonds hätten Landwirte, mittelständische Unternehmer und bedrohte Anwohner einer A 39 bereits jetzt 60000 Euro eingezahlt, die juristische Vertretung durch eines der besten Anwaltsbüros werde im anstehenden Raumordnungsverfahren voll zur Geltung kommen. Nach der Aufdeckung, dass die A 39 nur ein mageres Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,87 aufweise (statt der offiziell behaupteten 3,4) sei die unfinanzierbare A 39 nicht mehr im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu halten. Laut Sprecher Niemann haben sich die Bürgerinitiativen dennoch auf eine lange Auseinandersetzung im gesamten A39-Suchraum eingerichtet. Man werde sich noch stärker für regional- und verkehrspolitische Alternativen einsetzen, zum Beispiel für die rasche Neumarkierung von Überholspuren auf der B 4 und für eine faire, gleichberechtigte Planung des Ausbaus von Bundesstraßen mit Ortsumgehungen. Als nächste Aktionen kündigte Niemann für den heutigen Dienstag eine Demonstration um 12 Uhr vor der Stadthalle Uelzen und die Aktion "40 Feuer gegen die A 39" am Mittwoch um 19 Uhr an. Außerdem soll es am kommenden Wochenende eine Demonstration entlang der Vorzugstrasse geben. Details werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Erschienen: 28.03.2006: AZ / 73 / Seite:3

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