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Trinkwasser deutlich teurer im Kreis Uelzen – Gebühr steigt um fast 50 Prozent auf 1,44 Euro

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Trinkwasser soll angesichts der hohen Temperaturen mit Augenmaß verwendet werden, so der Wasserversorgungs-Zweckverband im Landkreis Uelzen (WVU).
Trinkwasser soll im kommenden Jahr deutlich teurer werden © Jens Büttner/dpa

Der Wasserversorgungszweckverband gibt nun bekannt, dass die Gebühren für Trinkwasser ab dem 1. Januar 2023 deutlich steigen sollen.

Uelzen/Landkreis – Die Trinkwassergebühr im Landkreis Uelzen steigt zum 1. Januar 2023 deutlich um fast 50 Prozent von aktuell 97 Cent auf 1,44 Euro pro Kubikmeter inklusive Mehrwertsteuer. Das hat der Wasserversorgungszweckverband im Landkreis Uelzen (WVU) mitgeteilt. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 170 Kubikmetern entstünden für einen Vier-Personen-Haushalt im Kreis Mehrkosten pro Jahr in Höhe von rund 80 Euro, rechnet der WVU vor. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt halbiere sich der Betrag entsprechend auf 40 Euro. Der Grundpreis bleibt unverändert.

Beschlossen wurde die Gebührenerhöhung für die Lieferung von Trinkwasser jetzt von der WVU-Verbandsversammlung. „Grund für die Anpassung sind unter anderem die enorm gestiegenen Energiekosten für den Betrieb unserer vier Wasserwerke und der Druckerhöhungsstationen“, erläutert der Geschäftsführer des WVU, Dietmar Kahrs. „Darüber hinaus haben sich notwendige Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten im Trinkwassernetz erheblich verteuert. Diese Arbeiten sind unerlässlich, um auch weiterhin einen sicheren Betrieb des Trinkwassernetzes gewährleisten zu können“, so Kahrs weiter.

In der Summe hätten diese Entwicklungen eine Anpassung der Trinkwassergebühren zum Jahreswechsel unumgänglich gemacht. „Die laufende Kalkulationsperiode von 2021 bis 2023 musste abgebrochen werden“, heißt es in einer Mitteilung weiter.

Der Wasserversorgungszweckverband versorgt im Landkreis Uelzen nach eigenen Angaben über mehr als 26 000 Hausanschlüsse rund 72 000 Menschen mit Trinkwasser. Die vier Wasserwerke in Bad Bevensen, Ebstorf, Niendorf und Stadensen fördern demnach jährlich durchschnittlich rund 4,8 Millionen Kubikmeter Grundwasser. Leistungsstarke Pumpen holen das Grundwasser dabei zunächst aus einer Tiefe bis zu 100 Meter an die Oberfläche. Nach der Aufbereitung verteilen weitere Pumpen das Trinkwasser über das rund 1250 Kilometer lange Versorgungsnetz des WVU an die Kunden.

Die technische und kaufmännische Betriebsführung für den Wasserversorgungszweckverband Uelzen wird von der Celle-Uelzen Netz GmbH wahrgenommen. Mitglieder des WVU sind der Landkreis und die Hansestadt Uelzen sowie die Samt- und Einheitsgemeinden.

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