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Trassenplanungen der Bahn: Alles hängt am Kostenfaktor

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Beteiligte des Gesprächs mit Staatssekretär Michael Theurer (zweiter vorn von links) und der Bundestagsabgeordneten Anja Schulz (FDP).
Im Gespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin ging es um die Pläne der Deutschen Bahn für Neubautrassen. © Privat

Pläne der Deutschen Bahn (DB) für Neubautrassen durch den Landkreis Uelzen oder entlang der A 7 sorgen für Aufregung in der Region (AZ berichtete). Steht das von der FDP geleitete Bundesverkehrsministerium noch hinter dem im Bundesverkehrswegeplan festgehaltenen Ausbau der Bestandsstrecken zwischen Hamburg, Bremen und Hannover?

Berlin/Uelzen – Darum ging es am Freitag in einem von der Testorfer FDP-Bundestagsabgeordneten Anja Schulz organisierten Gespräch im Ministerium mit dem Schienenverkehrsbeauftragten der Bundesregierung Michael Theurer, an dem Vertreter des Projektbeirats Alpha-E sowie von Kommunen und Landkreisen teilnahmen, darunter Landrat Dr. Heiko Blume.

„In den letzten Monaten sind durch die Kommunikation der DB Netz AG viele Unklarheiten entstanden. Das führte zu viel Frust und Unverständnis in den betroffenen Gebieten“, moniert Anja Schulz. „Ein offenes Gespräch sollte den Raum für eine Diskussion schaffen, in der die Anwesenden die Wichtigkeit der Umsetzung der Alpha-E-Variante für ihren Ort noch einmal klarstellen konnten.“

Verkehrsministerium hat sich noch nicht vom Bestandsausbau verabschiedet

Der Parlamentarische Staatssekretär betonte, dass man sich vom Bestandsausbau nicht verabschiedet habe. Die Kommunikation der Bahn hierzu sei missverständlich gewesen. „Michael Theurer wird Alpha-E in die Umsetzung bringen, sofern dies innerhalb des gesetzlichen Rahmens zulässig ist“, berichtet Anja Schulz. Das Ministerium dürfe dem Bundestag nur eine Trassenvariante mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis über eins vorschlagen. Dennoch werde man auch die Alternativen vorstellen und die Empfehlung der Region beifügen. Theurer sagte zu, kurzfristig mit der Bahn zu sprechen, um Kommunikationsstörungen zu vermeiden und für Transparenz zu sorgen.

„Wir müssen uns alle gemeinsam dafür starkmachen, dass die Stimmen der betroffenen Gebiete gehört werden“, fordert Anja Schulz. „Das optimierte Alpha-E hat es in den Bundesverkehrswegeplan geschafft. Jetzt muss es von dort nur noch in die Umsetzung.“

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