Neue Planungen: Landesstraßen werden verlegt und die Trassenhöhe variiert

Trassenführung geändert

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Demonstration in Gr Hesebeck: Planungen zur A39 erhitzen die Gemüter der Anwohner.

Groß Hesebeck/Röbbel/Lüneburg. „Die Verbindung zwischen Groß Hesebeck und Röbbel wird nun gekappt“, erklärt der Groß Hesebecker Dirk Harms eine Auswirkung der neuen Planungsvariante der A 39.

Denn nach den neusten Modifizierungen des Trassenverlaufs wird die Landesstraße 252, die die beiden Ortschaften miteinander verbindet, künftig einen anderen Verlauf nehmen. Bisher sollte die A39 zwischen Röbel und Groß Hesebeck über die L 252 geleitet werden. Diese Variante ist nun hinfällig. „Die Landesstraße 252 soll nun an die Anschlusstelle A 39/K 41 verlegt werden. Die A39 kann dadurch auf einer Höhe verlaufen“, erklärt Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau und -verkehr in Lüneburg. „Das bedeutet für uns, dass aus dem Weg von Groß Hesebeck und Röbbel, der vorher 500 Meter betrug, nun 1500 werden“, sagte Harm, der für die CDU im Stadtrat Bad Bevensen sitzt, auf der vergangenen Sitzung. Notwendig wird die Umlegung der L 252 nach Aussage der Lüneburger Behörde durch die Veränderung der Dammhöhe der Trasse im Bereich Röbbelbach: Nördlich wird nun eine maximale Höhe von 8,50 Meter erreicht, südlich kommen die Planer auf 5,50 Meter.

Darüber hinaus soll die L 254 unter der A39 durchgeführt werden und dann auf einem heutigen Wirtschaftsweg, der zur Landesstraße ausgebaut wird, von Oetzendorf bis nach Oetzen geführt werden. „Das ist die Variante, die wir als Vorzugsvariante entwickelt haben und mit der wir in die weitere Planung gehen würden“, erklärt Padberg. „Jeder hat aber weiter die Möglichkeit, uns Hinweise zukommen zu lassen.“ Die Hoffnung von Dirk Harms und seinen Groß Hesebeckern schwindet indes, dass doch noch eine frühere A39-Variante realisiert werden könnte, bei der ein Großteil der Trasse unter der Erde verlaufen würde. Eine Variante, die bisher aus Naturschutzgründen abgelehnt wurde. „Der Strick zieht sich jetzt hier enger“, sagt er. „Wir liegen hier an der engsten Stelle der ganzen Trasse – und Lärmschutz wird uns nicht gewährleistet, weil unsere Bevölkerungsdichte nicht groß genug ist.“ Lärmschutz stehe auch für den Groß Hesebecker Sportplatz, der direkt an den Autobahnverlauf grenzt, nicht in Aussicht. „Kein schützenswertes Gebiet“, wie Harms anmerkt. Ein Haus in der Gemarkung Röbbel, das bei vorherigen Planungen hätte weichen müssen, könnte bei der neuen Streckenführung nun bestehen bleiben – allerdings fünf Meter neben der Autobahn. Harms: „Es ist eben die Frage, ob das nun Segen oder Fluch ist.“

Interessierte können sich von Montag an auf der Internetseite der Straßenbaubehörde über die aktuellen Planungen informieren oder zur Info-Veranstaltung am Dienstag, 5. Juni, in das Gasthaus Schmidt in Groß Hesebeck kommen. Beginn ist um 20 Uhr.

Von Wiebke Brütt

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