Fünfter Unfall bei Bahnsener Ehepaar Reihs

Zuckerrüben im Vorgarten

Der erste Anhänger eines Rüben-Unimogs kippte gestern Mittag beim Abbiegen in die Kurve um. Es ist der fünfte Unfall auf dem Grundstück des Ehepaars Reihs. Foto: Privat

Bahnsen. Bis zum Fenster hoch liegen die Zuckerrüben im Vorgarten von Alfred und Anneliese Reihs in Bahnsen. „Wir haben eine Anziehungskraft“, sagt die Bahnsenerin und nimmt es mit Humor.

Gestern Mittag gegen 13.15 Uhr kippte der Anhänger eines Rüben-Unimogs in den Vorgarten, als er von Dreilingen kommend nach links in Richtung Böddenstedt abbog. Zu schnell sei der 27-jährige Fahrer aus Holdenstedt um die Kurve gefahren, vermuteten die Polizisten aus Ebstorf, die den Unfall aufnahmen.

Eigentlich kein ungewöhnlicher Unfall, in der Rübenkampagne kommt es schließlich immer mal wieder vor, dass ein Rübenlaster in der Kurve umkippt. Das Ungewöhnliche ist in diesem Fall der Unfallort. „Das war jetzt das fünfte Mal“, sagt Alfred Reihs. Das letzte Mal war im Oktober 2007. Damals landete ein Auto im Schlafzimmer des Bahnsener Ehepaares.

„Wir sind die Pechvögel an der Ecke“, sagt Anneliese Reihs. Dieses Mal waren sie jedoch gerade nicht zu Hause. Als der Anhänger im Vorgarten landet, genossen sie Kaffee und Kuchen bei einem Geburtstag. Und dieses Mal war es auch gar nicht so schlimm. „Wir haben das Schlafzimmer sowieso zum Hof verlegt“, sagt der Hausherr. Normalerweise ereigneten sich solche Unfälle immer erst bei Glatteis oder zumindest schlechter Witterung. Das Haus hat keinen Schaden genommen, nur der Gehweg ist kaputt und auch der Rasen im Vorgarten wird wohl noch unter dem Verladen der Zuckerrüben leiden.

Bisher hat immer die Versicherung der Verursacher gezahlt, sagt Anneliese Reihs. Die Anhänger und der Unimog stehen derweil schon beim benachbarten Gastwirt und dürfen in ihrem jetzigen Zustand nicht weiterfahren.

Von Jörn Nolting

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