Zeit für Begegnungen

Suderburg. Die Begrüßungsworte waren gerade zu Ende gesprochen, als trotz der beschwörenden Worte von Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz die ersten Tropfen fielen und die Suderburger die Schirme hervorzuholen hatten. Ortsbürgermeisterin Christel Beplate-Haarstrich nahm das mit dem Wetter gelassener: „So was nennt man maikühl“, erinnerte sie ihre Zuhörer.

Und als echte Niedersachsen waren die ganz offensichtlich auch richtig angezogen, um ein „schönes, interessantes, informatives und vor allem kommunikatives Maifest 2011“ (Schulz) den ganzen gestrigen Sonntag lang zu feiern.

Begonnen hatte der Tag mit einem Gottesdienst, in dem Pastorin Heike Burkhard der interessanten Frage nachging, „was Gott sieht, wenn er uns anschaut, so wie wir in den Spiegel schauen.“ Ihre zweigeteilte Antwort: „Sieht er Menschen, die ihrem Auftrag gerecht werden und sich um diese Erde kümmern oder Menschen, die sich selbst zu ‘Schöpfern‘ machten, ohne die Folgen zu bedenken.“ Ganz heutig und aktuell auch der „Sonnengesang“ von Franz von Assisi, wie die den Gottesdienst mit gestaltenden Konfirmanden demonstrierten.

Die kurzen Statements der Politiker und Organisatoren lobten das Engagement aller Beteiligten. Rund 70 Betriebe, Firmen, Vereine und private Teilnehmer hatte die „Suderburger Wirtschaft in Aktion“ gewinnen können, öffentlichkeitswirksam und unterhaltend ihre ganze Bandbreite und Leistungsfähigkeit darzustellen. Zudem erwartete die Besucher am Abend die Verlosung wertvoller Preise, ehe der Tag mit Rockmusik ausklang.

Und vielleicht war dann die Litfasssäule, an der die Bleistifte baumelnd darauf warteten, dass die Suderburger neue Ideen für den Ort aufschrieben, dicht gefüllt mit Anregungen. Alle Bratwürste werden aufgegessen worden sein.

Die Feuerwehr – „Ein Ehrenamt für Ihre Sicherheit“ steht auf deren T-Shirts – hat die alte Löschspritze genauso erklärt wie ihre modernsten Einsatzfahrzeuge. Der Verein „Cumulus“ hat vielleicht neue Mitglieder gewonnen.

Vor allem aber war man wieder einmal ins Gespräch gekommen auf den kurzen Wegen zwischen Marktplatz und Wiese, zwischen Stepptanz, Sägevorführung, Jongleuren und Bonbonregen. Wen hatte da schon ein „maikühler“ Schauer gestört?

Von Barbara Kaiser

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