Wohin mit der Tourist-Information?

Im neuen Eingangsportal wäre die Toursiten-Information für einige Ratsmitglieder denkbar. Zumindest soll darüber diskutiert werden. Foto: Wendlandt

Suderburg/Hösseringen. Die Touristen-Information der Samtgemeinde Suderburg nicht mehr im Haus des Gastes sondern im neuen Eingangsportal des Hösseringer Museumsdorfes – das ist die Vorstellung von Horst Löbert, dem ehemaligen Leiter des Museumsdorfs.

Auch der Tourismusverein Suderburger Land griff den Gedanken kürzlich auf. Noch befindet sich die Tourist-Information im Haus des Gastes in Hösseringen.

Am Dienstagabend nun beschäftigte sich die Politik, genauer gesagt der Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Suderburg, mit dem Thema. Und die Meinungen waren unterschiedlich. Der Ausschussvorsitzende Helmut Gerken (CDU) hatte bereits im Vorfeld mit den neuen Museumsleiter Ulrich Blom gesprochen. „Er hatte noch nichts davon gehört“, schilderte Gerken. Überrascht von dem Vorstoß war auch Hinrich Müller (SPD). Er hält das Haus des Gastes für erhaltenswert und betonte, dass es viele Anlaufpunkte in der Gemeinde gäbe, nicht nur das Museumsdorf. „Bis 2013 kann es so bleiben wie es ist“, unterstrich der Sozialdemokrat. So sah es auch Udo Depner (CDU). Er empfahl darüber hinaus, das Augenmerk besonders auf Tagestouristen zu legen, die mit dem Zug anreisen und per Fahrrad unterwegs sind. Eine andere Meinung hatte SPD-Ratsherr Hans-Jürgen Drögemüller. Er legte den Fokus vor allem auf die anstehende Sanierung des Haus des Gastes, die insgesamt rund 30 000 Euro kosten soll. „Da habe ich den Vorschlag gemacht, ins Museumsdorf umzuziehen.“ Ein weiterer Pluspunkt ist für ihn die Tatsache, dass das Museum längere Öffnungszeiten hat und im Jahr 40 000 Besucher zählt.

Sarah Schulz, die neue Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land, schlug vor, Vor- und Nachteile abzuwägen sowie die Besucherzahlen und die Kosten zu untersuchen. Hinrich Müller schlug deshalb vor, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzten sollten, bevor Beschlüsse gefasst werden. Und Hans-Jürgen Drögemüller wünschte sich von der Verwaltung, dass alle Möglichkeiten geprüft werden: „Und wenn es das Haus des Gastes werden soll, dann müssen wir dort auch investieren.“

Von Jörn Nolting

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