Wohin mit den Studenten?

Die Wohnungssuche für Studierende in Suderburg wird immer anstrengender. Durch das erweiterte Studienangebot werden Wohnungen immer knapper.

wb/no Suderburg. „Wir haben unser Ziel erreicht, die Studierendenzahlen in Suderburg zu verdoppeln“, berichtet Evelyn Meyer-Kube. Doch was für die Pressesprecherin der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften eine gute Nachricht ist, treibt auf der anderen Seite so manchen die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn wer in Suderburg ein Studium beginnt, sollte auch in der Nähe wohnen können – und Wohnraum wird langsam knapp in der Gemeinde.

Die Hochschule hat in den vergangenen Semestern das Studienangebot stetig erweitert – vergangenes Sommersemester starteten am Campus Suderburg mit „Handel und Logistik“ und „Soziale Arbeit“ zwei neue Studiengänge. Eine Entwicklung, die die Anzahl der Ostfalia-Studierenden im Vergleich zum vergangenen Jahr von rund 200 auf etwa 400 anstiegen ließ. „Und dazu muss man noch Studierende der Leuphana rechnen, die in Suderburg ihr Studium beende“, sagt Meyer-Kube.

Allein an der Fakultät „Handel und Soziale Arbeit“ wurden vergangene Woche insgesamt 112 Erstesemester begrüßt, die Studienanfänger an der Fakultät „Bau-Wasser-Boden“ folgen am 18. Oktober. im Studentenwohnheim nahe des Campus Suderburg gibt es gerade einmal 117 Zimmer.

„Wir brauchen Wohnraum in Suderburg und im Umland. Günstig wären auch Wohnungen in Uelzen, da die Studenten ja das Semesterticket haben mit dem sie die Bahn nutzen können“, erklärt die Pressesprecherin der Ostfalia, „dabei wären sowohl kleine Wohnungen als auch größere, die für eine WG genutzt werden könnten, hilfreich.“

Gespräche mit möglichen Investoren hat Suderburgs Gemeindedirektor Friedhelm Schulz bereits geführt. Doch zählbare Ergebnisse gab es noch nicht. „Wir hatten einen Investor, der bauen wollte, aber leider ist es nicht zustande gekommen“, schildert Schulz. Zurzeit führt er Gespräche mit der Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen. „Die Vermittlung an Studenten ist eine sichere Angelegenheit“, macht der Gemeindedirektor möglichen Investoren das Angebot schmackhaft.

Das Suderburger Business-Hotel Calluna arbeitet jedenfalls schon eng mit der Uni zusammen. Wohnraum für Studenten will man dort allerdings nicht zur Vefügung stellen, so die Hotelleitung. Die Kundschaft besteht in erster Linie aus Geschäftsleuten oder Dozenten und Professoren.

In den Seminarräumen des Hotels wurden kürzlich die Erstsemester begrüßt. Das Bereitstellen von Zimmer für Studenten zu besonderen Konditionen schließt die Hotelleitung jedoch aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare