Teilnehmerrekord / Das Ziel ist der „Full Pull“

Treckertreck in Dreilingen: „Wir haben die Grenzen des Machbaren erreicht“

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Unterstützung bei Treckertreck: Trotz der Konkurrenz helfen sich die Teilnehmer gegenseitig, wenn technische Probleme auftreten.

Dreilingen – Es ist wieder laut in Dreilingen. Vom Horstberg her knattern die Motoren etlicher Trecker. Einmal im Jahr richtet die Dorfgemeinschaft den über die Grenzen hinaus bekannten und beliebten Treckertreck aus. Am vergangenen Wochenende ist es wieder soweit.

Mit rund 230 Akteuren aus ganz Norddeutschland gibt es damit einen neuen Rekord bei der Anzahl der Teilnehmer. „Wir haben die Grenzen des Machbaren erreicht“, stellt Günther Winkelmann als Sprecher der Dorfgemeinschaft fest. „Wir müssten ansonsten noch einen zweiten Wettkampftag einrichten.“

Christian Meyer aus Suderburg war der Sieger bei den Oldtimern bis 3 Tonen.

Auf den präparierten Wettkampfbahnen geht es für die PS-Protze um jeden Zentimeter. Auf einer Länge von 70 oder 80 Metern kann diese Kleinigkeit von Bedeutung sein. Ziel war es, mit dem Trecker einen Bremswagen über eine der Strecken möglichst weit zu ziehen, mit Erreichen der Zielgeraden gar einen „Full Pull“ zu setzen. Aber: im hinteren Bereich des Bremswagens befindet sich ein Gewicht, das je weiter der Wagen gezogen wird, immer weiter nach vorn verlagert und den Zugwiderstand erhöht. „Die Position des Gewichtes wird allein durch die Strecke bestimmt und nicht durch die Geschwindigkeit“, erklärt Winkelmann die ausgefeilte Technik.

Das wissen die Trecker-Trecker. Einfach Gas geben, losfahren und das Beste hoffen – das geht nicht. Und so galt es, vor dem Start mit dem richtigen Reifendruck und erlaubten Zusatzgewichten die Bodenverhältnisse und alle Gegebenheiten richtig einzuschätzen und dann mit viel Gefühl für den richtigen Gang und Druck auf dem Gaspedal Strecke zu machen.

Indes sorgte ein gut eingespieltes Helferteam für Chancengleichheit auf den Bahnen. Ständig wurden Unebenheiten geglättet, gewalzt und zur Vermeidung von Staubentwicklung bewässert.

„Full Pulls“ erreichten die besten Fahrer, Stechen wurde notwendig und bei der Zahl der Treckerfahrer zog sich die Siegerehrung bis in die Abendstunden hinein. Die Sieger „kleiner Bremswagen“: Maik Haferkamp (bis 1,6 Tonnen), Thomas Schmidt (bis 2,5 t), Matthias Schöck (bis 3,5 t), Henning Baar (bis 4,5 t), Simon Schöpp (bis 5,5 t), Florian Schulte (Oldtimer bis 2 t) und Christian Meyer (Oldtimer bis 3 t); Ergebnisse (großer Bremswagen) Sieger Lars Samland (bis 4,5 t und bis 5,5 t), Andre Heintges (bis 6,5 t und Seniorenklasse bis 8,5t), Julian Gaafke (bis 7,5t), Christian Besenthal (bis 8,5t), Timo Grimm (bis 9,5 t), René Butenschön (bis 10,5 t), Sascha Schulz (bis 12 t) und Jan Gerdau (bis 14 t).

VON ULRICH BLEUEL

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