„Das ist der Höhepunkt des Jahres“

Werbung für den Flugsport: Tausende beim Infotag des FSV Cumulus in Barnsen

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Andreas und Sabrina Baum kamen mit ihrem Sohn Finn nach Barnsen, um sich einen Rundflug zu gönnen.

Barnsen – Vor dem alljährlichen Flugtag in Barnsen steht ein Stapel Papier. „Die Auflagen der Luftfahrtbehörde füllen fast eine Akte“, sagt Hartmut Merten, Pressesprecher des Flugsportvereins (FSV) Cumulus.

So sind zum Beispiel die Abstände der Flugzeuge in den abtrassierten Parkpositionen, etwa zur Startbahn, geregelt.

Und das ist auch gut so: Denn der Andrang ist auch gestern immens. Auf mehrere Tausend Besucher schätzt der Verein den Strom der Interessierten.

Der Himmelfahrtstag auf dem Flugplatz in Barnsen hat also nichts von seiner Faszination eingebüßt. Vor allem Familien, gern auch mit Kindern, bestaunten die Flugvorführungen am Himmel, etwa der Doppeldecker, und die ausgestellten Motor- und Segelflugzeuge. 100 aktive Mitglieder hat der Verein. „Das ist der absolute Höhepunkt des Jahres“, sagt etwa Motorfluglehrer Karsten Krause. „Alle Mitglieder sind da und engagieren sich.“

Die massige Antonow 2 war eines der optischen Highlights beim gestrigen Flugtag des FSV Cumulus.

„Wir wollen, dass das ein Familientag bleibt“, sagt FSV-Sprecher Merten über den anhaltenden Besucherstrom zur Mittagszeit. „In sehr guter Nachbarschaft“ lebe man mit den Bürgern und Landwirten am Flugplatz Barnsen. Und so macht der FSV Cumulus Werbung für den Flugsport. Jugendliche, die schon mit 14 Jahren und entsprechender Ausbildung ein Segelflugzeug führen dürfen, erläutern Besuchern am Flugzeug ihr Hobby.

Iram Rana, die gerade ihren Segelflugschein erwirbt und sich an der Hüpfburg für Kinder engagiert, hat auf die Frage nach dem Besonderen beim Segelfliegen eine spontane Antwort: „Die Achterbahnfahrt, frei, mit der Natur verbunden und in der Nähe der Wolken zu sein – und die Aussicht zu genießen.“

Für die Zuschauer in Barnsen bleibt es nicht dabei, Doppeldecker wie die 1947 gebaute belgische Stampe von Steve Erhardt oder die vorigen Sommer aus den USA per Frachtcontainer gekommene „Great Lakes“ am Boden oder in der Luft zu bestaunen. Sie dürfen auch selbst mitfliegen: im Helikopter, im Segelflugzeug, in einer massigen Antonow 2 oder in einer schlanken Cessna. Und auch Mitglieder des MFC Linden sind vor Ort und stellen ihre Flugzeugmodelle aus.

Sabrina und Andreas Baum sind mit Sohn Finn „extra früh aufgestanden“, um sich dieses Erlebnis eines Rundflugs zu gönnen. „Wir haben das schon länger geplant. Finn ist begeistert von Flugzeugen.“ Ob Finn dann auch von ganz oben durch seinen Feldstecher gucken durfte, ist nicht überliefert. Er hatte ihn beim Warten am Boden noch für alle Fälle dabei.

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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