Warmlaufen für den Castor

Am ersten November-Wochenende soll der Castor rollen, hier 2008 bei der Ankunft an der Dannenberger Umladestation.

kögö Suderburg/Landkreis. Für den heutigen Sonnabend haben 83 Initiativen zu einem bundesweiten Castor-Strecken-Aktionstag aufgerufen. „Besonders spektakuläre Bilder werden Sie nicht zu sehen bekommen“, wiegelt der Sprecher der BI gegen Atomanlagen Uelzen, Bernd Ebeling, gegenüber den anfragenden Fernsehsendern ab. Keine großen Menschenmassen also, sondern viele kleine Aktionen an vielen Orten, mit denen die Menschen ihren Ärger gegen den Atomskurs der schwarz-gelben Regierung kundtun werden. Was genau da stattfinden soll, interessierte am Donnerstag auch den Staatsschutz, der zur Infoveranstaltung des Asta in der Ostfalia Hochschule in Suderburg kam.

Nicht nur zum Zuhören, sondern auch um Flagge zu zeigen: „Sie sind hier noch gar nicht angemeldet“, wurde der frisch gewählte Asta-Vorsitzende der Hochschule ermahnt, der erst seit Semesterbeginn in Suderburg studiert. Der übersetzte das mit: „Pass auf, wir haben dich auf dem Kieker!“ Die Informationsausbeute für den Staatsschützer dürfte eher dünn gewesen sein: „Keiner geht auf die Schienen“, mahnte Ebeling, „viel zu gefährlich!“

Anschauen allerdings will man sich die Bahnstrecke zwischen Suderburg und Bienenbüttel durchaus im Anschluss an die Kundgebung, die um 13 Uhr am Suderburger Bahnhof beginnt und nach der Demonstration, die um 15 Uhr vor dem Hundertwasserbahnhof in Uelzen beginnt.

Erklärtes Ziel der Atomkraftgegner: Der Castor soll langsam rollen. „Rechnet man die getestete Fallhöhe von neun Metern in Geschwindigkeit um, so dürfte der Zug nicht schneller als 50 Stundenkilometer fahren“, rechnet die BI vor. Tatsächlich fuhr der Castor-Zug im Bereich Uelzen um die 100 km/h.

Am kommenden Montag findet dann um 18 Uhr bei der St. Petri-Gemeinde in der Osterstraße ein Blockadetraining statt.

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