Suderburger Ostfalia stellt Konzept für Neubau „In den Twieten“ vor / Auch Büros für Dozenten geplant

Vier Seminarräume und ein Hörsaal

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So soll die Ostseite des Neubaus an der Straße „In den Twieten“ aussehen. Wenn alles nach Plan verläuft, können die Arbeiten im Frühjahr 2019 beginnen. In dem Klinkerbau mit Satteldach sollen unter anderem Seminarräume, ein Hörsaal und Büros für Ostfalia-Dozenten eingerichtet werden.

Suderburg. Fast schnurgerade zieht der Rauch aus dem Schornstein der Ostfalia-Mensa in den windstillen Himmel. Die Wiese im Schatten des Gebäudes ist von Reif überzogen. Nebenan parken Dutzende Autos auf der asphaltierten Stellfläche.

In diesem Bereich – auf einem landeseigenen Grundstück zwischen Mensa und Studentenwohnheim an der Straße „In den Twieten“ in Suderburg – will die Ostfalia voraussichtlich ab dem Frühjahr 2019 einen Neubau errichten. Die geschätzten Kosten betragen 3,5 Millionen Euro.

Auf der Nordseite des neuen Gebäudes – in Richtung Straße – sind eine große Glasfront und zahlreiche Fenster geplant.

Vor etwa einem Jahr hatte die Hochschule ihre Pläne für das kombinierte Seminar- und Bürogebäude erstmals vorgestellt (AZ berichtete). Jetzt ist das Vorhaben konkreter geworden und die Ostfalia der Realisierung ein großes Stück näher gekommen. „Der Neubau bietet 636 Quadratmeter Nutzfläche und umfasst vier Seminarräume, einen Hörsaal für bis zu 100 Personen, acht Dienstzimmer für Ostfalia-Mitarbeiter und zwei kleinere Räume, unter anderem für Besprechungen“, erklärt Roland Distler, Leiter des Gebäudemanagements der Ostfalia. Außerdem werde das eingeschossige Gebäude, dessen Längsseite parallel zur Straße errichtet wird, barrierefrei sein.

Roland Distler

Der rötliche Klinkerbau mit Satteldach ist für den Fachbereich Handel und Soziale Arbeit vorgesehen. „Wir haben diesen in den letzten Jahren in den Räumen der Fakultät Bau-Wasser-Boden aufgebaut. Aber inzwischen haben wir in beiden Fakultäten mehr Studenten. Die vorhandenen Räume reichen nicht mehr aus“, schildert Distler.

Auch zusätzliche Büros für Ostfalia-Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter seien erforderlich geworden. Für sie hat die Hochschule bereits Räume im örtlichen Büro-Center an der Bahnhofstraße gemietet. Sobald der Neubau fertig sei, könne das Personal in diesen einziehen. Hinzu kommt: Wenn Teile der Fakultät Handel und Soziale Arbeit im neuen Gebäude untergebracht sind, könne die Ostfalia ihre Bibliothek im Hauptgebäude erweitern, so Distler.

Der Neubau soll vollständig aus Rücklagen der Hochschule finanziert werden. Ursprünglich sei die Nutzung von Mitteln aus einem Sonderbauprogramm des Landes Niedersachsen vorgesehen gewesen. Doch dieses Vorgehen habe die Ostfalia wieder verworfen, berichtet der Leiter des Gebäudemanagements.

Die politischen Gremien der Gemeinde Suderburg haben schon vor längerer Zeit grünes Licht für die Erweiterung der Ostfalia gegeben. Allerdings müsse dafür noch der Bebauungsplan geändert werden, denn der Parkplatz „In den Twieten“ sei bislang nicht als Baugrenze vorgesehen, sagt Distler. „Das Bebauungsplan-Verfahren wird vermutlich das Jahr 2018 in Anspruch nehmen“, glaubt er. Die Hochschule hoffe, Anfang 2019 mit dem Bau beginnen zu können.

Von Bernd Schossadowski

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