Nora Hauptmann leistet derzeit ihren Freiwilligendienst im Museumsdorf Hösseringen

„Viel mehr als Kaffeekochen“

„Es gibt hier so viele Richtungen, in die ich gehen kann“: Nora Hauptmann arbeitet derzeit als „Bufdi“ im Museumsdorf Hösseringen und fühlt sich dort sehr wohl. 

Hösseringen. Anfang des Jahres war sie von einem Jahr als Au-Pair in Schottland zurückgekehrt und hatte sich bei mehreren Anbietern um eine Stelle für den Bundesfreiwilligendienst beworben.

Geklappt hat es schließlich beim Museumsdorf Hösseringen, wo Nora Hauptmann derzeit als „Bufdi“ arbeitet. Das Jahr möchte sie nutzen, um sich beruflich zu orientieren und auch, um Erfahrungen im Arbeitsalltag zu sammeln.

Das Museumsdorf hatte sie sich ausgesucht, weil sie die Vielfalt der Aufgaben reizte. „Es gibt hier so viele Richtungen, in die ich gehen kann. Ich fühle mich auch im Team sehr wohl. Besonders, weil ich selbst Verantwortung übernehmen und Ideen einbringen kann“, erklärt Nora Hauptmann. Dazu war an den Aktionstagen schon viel Gelegenheit, besonders beim „Tag der Tiere“, den sie durch verschiedene Spielideen und einen eigenen Stand bereicherte.

Stolz ist sie darauf, dass sie sich bei der Vorbereitung des Markttages an der Planung der Stände beteiligen konnte. „Es ist schön, dass meine Vorschläge ernst genommen werden. Ein Freiwilligenjahr im Museumsdorf ist viel mehr als Kaffeekochen und Hilfsarbeiten. Ich werde in alle Abläufe einbezogen.“

Derzeit stehen die Ferienaktionen im Vordergrund – und hier kann Nora Hauptmann gut ihre Erfahrungen aus der Au-Pair-Zeit einbringen. „Ich habe in Schottland zwei Jungs betreut und das hat richtig viel Spaß gemacht“, erinnert sie sich. Demnächst bei der „Bat Night“ wird sie mit Kindern Fledermausmasken basteln. Außerdem hilft sie beim Versand von Prospekten und Plakaten oder bei der Pflege der weitläufigen Außenanlagen. Und immer wieder schaut sie am Pferch der beiden Bentheimer Schweine vorbei. Meistens holt sie dann auch gleich den Wasserschlauch heraus und gibt den Tieren frisches Wasser.

Im Winter wird sie öfter das Archiv und die Restaurierungswerkstatt aufsuchen. Und dann ist es schon bald wieder Frühjahr und das Studium steht an. Nora Hauptmann ist sich noch nicht sicher, ob es Soziale Arbeit oder doch lieber Umwelttechnik sein soll. „Es gibt so viele Möglichkeiten. Da ist es nicht leicht, sich zu entscheiden“, meint sie. Ein bisschen Bedenkzeit bleibt ja noch.

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