Erst Antworten, dann Entscheidung

Verwaltung soll klären, ob angedachte Erweiterung in Holxen möglich ist

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Die Suderburger Verwaltung soll mit dem Landkreis in Vorgesprächen klären, ob die beantragte Änderung des Flächnutzungsplans in Holxen überhaupt möglich ist. 

Holxen – Die von der Firma Alfred Scheidel Landmaschinen angestrebte Erweiterung ihres Betriebes (AZ berichtete), sorgt in Holxen weiterhin für einige Unruhe unter den Einwohnern.

Das wurde auch im Bauausschuss der Samtgemeinde Suderburg deutlich, der sich jetzt mit dem Antrag des Unternehmens auf Änderung des Flächnutzungsplans beschäftigt hat. Dabei sollte das Gremium entscheiden, ob es die Änderung rundweg ablehnt, zustimmt oder die Verwaltung damit beauftragt, mit den Landkreis in Vorgespräche zu gehen, um etwaige spätere K. -o. -Kriterien im Vorwege abzuklären – in diesem Fall müsste die angestrebte Erweiterungsfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet entlassen werden.

„Es bringt nichts, voll in die Planung einzusteigen, um dann am Ende festzustellen, dass das Projekt gar nicht möglich ist, weil der Kreis die Fläche nicht aus dem Landschaftsschutz entlässt“, erklärte Bauamtsleiter Rüdiger Lilje den Ausschussmitgliedern und rund 20 Holxenern. Bei einer Gegenstimme von Hans-Herrmann Hoff (Grüne) entschied sich der Ausschuss für die Vorgespräche.

„Hier geht es auch um die Frage, ob wir wollen, dass der Betrieb bleibt oder nicht“, sagte Udo Depner (CDU). Dazu müsse jedoch zunächst geprüft werden, ob die Erweiterung auf der angedachten Fläche möglich ist oder nicht. Erst nach der Prüfung durch die Fachbehörden könne dann eine endgültige Entscheidung fallen. Daher sei eine Vorprüfung genau der richtige Weg. „Wir entscheiden, wenn alle Fragen geklärt sind“, bekräftigte auch Ulrich Mietzner (SPD).

Ähnlich sieht es auch Dierk Pelnath (WSL). Er machte aber auch deutlich, dass „es am Ende Gewinner und Verlierer geben wird.“ Aus seiner Sicht werde es keine Lösung geben, die es allen recht machen kann. Jetzt gehe es aber zunächst darum, Schritt für Schritt die Rahmenbedingungen abzuklären. Dies sei Aufgabe der Fachleute, und erst danach könne der Rat entscheiden.

Anderer Auffassung ist hingegen Hoff. „Wir sind dafür, dass sich das Unternehmen im Ort entwickelt, wir halten aber den Standort für den falschen“, erklärte er. Daher sei es auch unnötig, in Vorgespräche mit dem Landkreis zu gehen. Vielmehr sollte die Suche nach Alternativstandorten für die Erweiterung aktiv betrieben werden. Die zurzeit angedachte Fläche würde den Ort zu sehr belasten.

VON LARS LOHMANN

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