Verträge unter Dach und Fach

Michael Luther (Mitte), neuer Besitzer des Hotels Calluna, übergab gestern die Mietverträge an Sönke Nimz (2. von links) und Albrecht Meißner (2. von rechts). Foto: Wendlandt

Suderburg. 34 neue Studentenzimmer werden künftig in Suderburg angeboten. Aus dem Hotel Calluna wird ein Studentenwohnheim. Gestern wurden die Mietverträge an die Ostfalia Hochschule und das Studentenwerk Ostniedersachsen übergeben.

Wie der Gastronomiebetrieb im Studentenwohnheim künftig heißen wird, wollte Besitzer Michael Luther gestern noch nicht verraten: „Namen gibt es schon, aber er wird erst verraten, wenn alles soweit ist.“

Das Lokal soll nicht nur die Studenten aus der nahe liegenden Hochschule anlocken, sondern auch Gäste aus dem gesamten Landkreis. Und damit es auch so richtig gemütlich wird, plant Michael Luther noch einige Umbauten innerhalb des ehemaligen Hotels mit wechselhafter Historie.

Dass der Wohnraum dringend benötigt wird, betonten auch der Geschäftsführer des Studentenwerkes, Sönke Nimz und der Dekan des Suderburger Standortes Albrecht Meißner. „Wir erwarten rund 200 Studenten zum Wintersemester und nur ein Bruchteil der Studenten machen seinen Abschluss“, erläutert Meißner. Die hohe Zahl der Neuzugänge resultiert aus den neuen Angeboten der Hochschule, aber auch aus dem doppelten Abiturjahrgang und der Abschaffung der Wehrpflicht. „Die Zimmer des ehemaligen Hotels werden mit Hilfe einer Warteliste des Studentenwerks an Interessierte vergeben“, schildert Sönke Nimz den Ablauf der Zimmervergabe. Erste Anfragen liegen bereits vor. Ein paar kleine Umbauten planen die künftigen Mieter im Wohnbereich: Im Keller sollen Waschmaschinen und Trockner installiert werden und auf den Stockwerken entstehen Gemeinschaftsküchen.

Aufgrund der hohen Studentenzahlen am Suderburger Standort werden auch die Säle des ehemaligen Hotels mitgenutzt. „Von Montag bis Freitag nutzt die Ostfalia die Räumlichkeiten, am Wochenende ich“, erklärt Martin Luther das Konzept. Ohne diese Möglichkeit hätten die Vertreter der Ostfalia laut Meißner auf Randzeiten ausweichen müssen. Auch die Nähe zum Hochschulstandort sei optimal.

„Nach zweieinhalb Jahren haben wir es endlich geschafft“, ist Alfred Meyer, ehemaliger Samtgemeindebürgermeister, erleichtert. Er spricht von einer Bereicherung für Suderburg. Und die stellvertretende Geschäftsführerin des Studentenwerkes, Marianne Behrend-Backhus, ergänzt, dass Hotelgäste nicht im Ort einkaufen gehen, Studenten dagegen schon.

Von Jörn Nolting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare