Samtgemeinde Suderburg spart Personalkosten / Haus des Gastes ist Anlaufstelle für Besucher

Verein übernimmt den Tourismus

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Das touristische Aushängeschild der Samtgemeinde Suderburg: die Ellerndorfer Heide. Die Organisation des Tourismusses in der Samtgemeinde wird zum größten Teil an den Tourismusverein Suderburger Land abgegeben.

Suderburg. Der Tourismus in der Samtgemeinde Suderburg ist ein Bereich, in dem im nächsten Jahr gespart wird. Rund 25 000 Euro wollen die Verwaltung und die Politik in erster Linie durch personelle Umstrukturierung einsparen.

Der Hauptsachbearbeiter Henning Röber – bisher für den Tourismus zuständig – wechselt ins Bauamt und seine Aufgaben werden durch Martina Borchardt vom Haus des Gastes in Hösseringen und durch den Tourismus-Verein Suderburger Land übernommen.

„Es ist bis heute aber nicht sicher, ob der Tourismusverein Suderburger Land diese Aufgaben übernimmt und auch ausführen kann. Verhandelt wurde unseres Wissens darüber nicht“, sagt Wolfgang Hahnemann, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Samtgemeinde. Doch Hahnemann irrt, denn schon länger sind Vertreter der Samtgemeinde und des Tourismusvereins im Gespräch, wie die Vereinsvorsitzende Sarah Schulz aus Bohlsen bestätigt: „Die Samtgemeinde ist auf uns zugekommen, bevor irgendetwas in den Gremien beschlossen wurde.“ Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz hat im Auftrag der Politik die Verhandlungen geführt. „Wir wollen den Tourismus nicht allein lassen“, betont der Verwaltungschef.

Der Plan: Der Tourismusverein bekommt einen Zuschuss von 17 000 Euro jährlich von der Samtgemeinde und mit Martina Borchardt eine halbe Stelle. „Wir werden dann intern abklären, wer was machen soll“, sagt Sarah Schulz. Die Aufgaben fangen mit der Betreuung der Vermieter von Ferienwohnungen an, gehen über Radwegbeschilderung bis hin zur Vertretung in der Vitalheide. „Es geht vor allem um den personellen Einsatz“, sagt die Vereinsvorsitzende. Im ersten Quartal werden diese Aufgaben nun neu verteilt, bis zur Hauptsaison zwischen Oster- und Herbstferien bleibt noch ein wenig Zeit.

„Wir müssen auch herausfinden, was ehrenamtlich abgedeckt werden kann, und was bezahlt werden muss“, schildert die Bohlsenerin. Im Moment läuft alles noch komplett ehrenamtlich. „Wir werden nicht in der Lage sein, die Arbeit, die vorher eine Kraft übernommen hat, in Gänze ehrenamtlich abzudecken“, schätzt Sarah Schulz. Hinzu komme, so Friedhelm Schulz, dass es im Rathaus in Suderburg keinen direkten Ansprechpartner mehr für Touristen geben wird. „Es gibt zwar Info-Material, aber wer einen direkten Ansprechpartner will, den schicken wir dann nach Hösseringen zum Haus des Gastes“, sagt der Samtgemeindebürgermeister.

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