Musical-Flair im leerstehenden Haus

Verein „Kulturstall Eimke“ baut ehemaliges Hotel zur Veranstaltungsstätte um

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Valentino Karl (links), Vorsitzender des Vereins „Kulturstall Eimke“, und sein Stellvertreter Daniel Holtz stehen vor dem Hotel Wacholderheide. Sie wollen Teile des verwaisten Gebäudes zur Veranstaltungsstätte umbauen.

Eimke – Im Festsaal sind die Lampen abgeschraubt, Stühle stapeln sich in einer Ecke. Nebenan in der Gaststube sind die Wände freigelegt, alte Holzbalken kommen zum Vorschein. Umfangreiche Bauarbeiten stehen im Hotel Wacholderheide in Eimke an.

Der gemeinnützige Verein „Kulturstall Eimke“ will Teile des leerstehenden Gebäudes renovieren und zu einer Veranstaltungsstätte mit dem Namen „Kulisse – Theater und Raum“ umgestalten.

„Die Arbeiten werden demnächst beginnen“, kündigt Valentino Karl, erster Vorsitzender des Vereins, an. Dabei wird ein moderner Saal geschaffen, in dem kulturelle Veranstaltungen stattfinden sollen (siehe Infokasten). Der Flur zum Empfangstresen des seit Jahren verwaisten Hotels soll zum Haupteingangsbereich werden. „Die ehemalige Gaststube wird zum Foyer, kann aber auch als kleiner Saal genutzt werden“, erklärt Karl. Zudem werden alle Räume, die der „Kulturstall“ nutzen wird, barrierefrei gestaltet. Neue sanitäre Anlagen sind ebenfalls geplant.

„Wir wollen das alte Hotel mit neuer Funktion zum Leben erwecken“, kündigt Karl an. Zusammen mit dem Vize-Vorsitzenden Daniel Holtz hat er das Konzept für die Kulturstätte entwickelt. Die beiden gelernten Musiktheater-Darsteller wollen ein eigenes Programm produzieren, aber auch Gastspiele nach Eimke holen. „Unser Ziel ist, hier ein Ensemble aufzubauen, dessen Repertoire sich in einem gewissen Turnus wiederholt“, erläutert Holtz, der ebenso wie Karl in verschiedenen Shows auftreten wird.

2019 gab es bereits erste Veranstaltungen, darunter das „Captain‘s Dinner“ und den Auftritt des Kabaretts „Zwiebelknollen“. Beides wird wieder ins Programm aufgenommen. Hinzu kommen neue Produktionen. So ist derzeit ein 80er-Jahre-Musical in Arbeit, das aber erst 2021 Premiere feiern wird.

Im Veranstaltungssaal wird moderne Licht-, Video- und Tontechnik installiert. „Der Raum wird im Art-déco-Stil umgestaltet – mit schwarz-goldenen Farben und Mobiliar wie in den 1920er-Jahren“, blickt Karl voraus. Die Eröffnung der neuen Kulturstätte ist für September mit einer großen Gala geplant.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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