Flüchtlinge sind ausgezogen / Haus in Suderburg ist überflüssig

Unterkunft wird verkauft

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Drei Wohnungen mit Sanierungsbedarf und ein knapp 2000 Quadratmeter großes Grundstück: Die Flüchtlingsunterkunft am Tannrähmsweg in Suderburg wird verkauft.

stk Suderburg. Der letzte Flüchtling ist ausgezogen. Nun steht die Unterkunft mit dem markanten Doppelgiebel am Tannrähmsweg in Suderburg leer. Sanieren und vermieten oder verkaufen? Vor dieser Entscheidung stand jetzt der Samtgemeinderat.

Die Politiker entschieden einstimmig, dass die sanierungsbedürftige Immobilie verkauft werden soll. Die Entscheidung fiel einstimmig, obwohl es durchaus auch Bedenken gab.

„Wir haben uns schwergetan“, sagte Gemeindebürgermeister Hans-Hermann Hoff (Grüne), „weil wir nicht glauben, dass das Haus angesichts der Flüchtlingssituation in der Welt überflüssig ist.“ Schon vor Beginn der Flüchtlingskrise 2015 dienten die drei Wohnungen 20 Jahre lang zur Unterbringung von Asylbewerbern und Obdachlosen.

Ulrich Mietzner berichtete von einer Besichtigung der 224 Quadratmeter großen Immobilie: „Wir haben festgestellt, dass das Riesen-Gebäude hohe Kosten beim Heizen verursacht, und es ist entbehrlich“, befand der SPD-Ratsherr. Zudem würde eine Sanierung teuer werden. „Und es ist natürlich nicht Aufgabe der Samtgemeinde, Mietwohnungen zu unterhalten“, stellte Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz fest.

Die Immobilie, die nun versilbert werden soll, umfasst knapp 2000 Quadratmeter mit dem Mansarden-Dachhaus und Nebengebäude. Weil sie in den Bilanzen der Samtgemeinde mit 60.000 Euro verzeichnet ist, warnte Wilhelm Schröder (CDU): „Wir sollten sie wesentlich über dem Buchwert anbieten.“ Um den Verkaufspreis gehe es auch noch gar nicht, betonte der Samtgemeindebürgermeister: „Jetzt geht es nur um den Entbehrlichkeitsbeschluss.“

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