Neue Kindergartengruppe ab August: Politische Gremien in Suderburg beschließen Übergangslösung

Suderburg: Umzug ins Jugendzentrum steht fest

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Jetzt steht fest: Zum 1. August wird im Suderburger Jugendzentrum eine zusätzliche Kindergartengruppe eingerichtet.

Suderburg. Im Suderburger Jugendzentrum wird zum 1. August eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen eingerichtet. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Nachmittagsgruppe ist hingegen vom Tisch.

Das sind die Ergebnisse eines Infoabends der Samtgemeinde und Gemeinde Suderburg sowie des DRK-Kreisverbandes.

Vor mehr als 60 Zuhörern versprach Verwaltungschef Thomas Schulz am Montagabend, dass die Betreuung der Kinder vom 1. August an gesichert sei, und zwar im Jugendzentrum (JuZ). Der Umzug wird notwendig, denn wegen gestiegener Anmeldezahlen fehlen im kommenden Betreuungsjahr 14 Plätze in der Suderburger Krippe und acht im Kindergarten, die beide vom DRK betrieben werden. Kurzfristig können in den bestehenden Kita-Gebäuden keine Extra-Räume geschaffen werden (AZ berichtete).

Dafür stehe im JuZ ausreichend Platz für eine zusätzliche Kindergartengruppe zur Verfügung, so Schulz. Das Gebäude werde nun umgebaut. „Die Firmen haben uns eine Fertigstellung zum 1. August zugesichert“, sagte Schulz. Der Umzug ins JuZ sei aber nur eine Übergangslösung für maximal zwei Jahre. Bis dahin soll eine dauerhafte bauliche Lösung gefunden werden.

Die Suderburger Politik hat einem befristeten Umzug der Kinder ins JuZ bereits zugestimmt. „Ich freue mich wirklich, dass so entschieden wurde. Wir sind positiv gestimmt, dass wir etwas Gutes daraus machen können“, sagte Kita-Leiterin Heike Nowak. Endgültig verworfen wurde indes die Option, eine weitere Nachmittagsgruppe einzurichten. Dafür hätten sich nur 17 von 106 betroffenen Eltern einverstanden erklärt, berichtete Schulz.

Bei den Zuhörern stießen die Pläne der Verwaltung auf Zustimmung. „Für die Elternschaft ist das eine erfreuliche Lösung. Wir sind alle erleichtert“, sagte eine Mutter. Und das sind die wichtigsten Fragen und Antworten, die beim Infoabend erörtert wurden:

• Bekommen alle betroffenen Eltern eine Zusage für einen Krippen- oder Kindergartenplatz zum 1. August?

„Ja, die Zusage ist da“, betonte Schulz. Ihm pflichtete Heike Nowak bei: „Die Briefe stecken im Computer und sind vorgeschrieben.“

• Welche Kinder werden künftig im JuZ betreut?

„Ich würde die ältesten 25 Kinder ins JuZ geben. Das ist besser, als dort eine Mischgruppe mit den jüngsten Kindern zu betreuen“, schlug Nowak vor. Die Zusammensetzung der Gruppe hänge aber vom Willen der Eltern ab. Sie werden nun befragt, ob sie mit einem Umzug ihrer Kinder ins JuZ einverstanden sind.

• Wie soll das bis 2020 zu erstellende Kita-Gebäude aussehen?

Dazu kann Schulz noch nicht Konkretes sagen, denn das werden die Beratungen der politischen Gremien ergeben, die im Juli oder August beginnen. „Es wird über alle Lösungen nachgedacht“, erklärte Schulz. In Frage kämen sowohl ein Modulbau als auch ein Gebäude in Massivbauweise. Ein Anbau an die bestehende Kita sei hingegen aus Platzgründen kaum zu realisieren.

• Wie geht es mit dem Jugendzentrum weiter?

Die Verwaltung versucht gerade, Ersatzräume fürs JuZ zu finden. „Da gibt es schon Ideen“, sagte Schulz, wollte aber noch nicht mehr dazu sagen.

Von Bernd Schossadowski

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